Ein Passagier hielt den Zwischenfall auf der Reise von Madrid nach Las Palmas mit seiner Handykamera fest.

Ryanair: Neue Vorfälle, neue Kritik

Und wieder häufen sich die Zwischenfälle auf Flügen der Billigairline. Viele fragen sich: Zufall oder Folge von Knausrigkeit?

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

In der spanischen Presse kommt Ryanair seit einer Zeit nicht mehr besonders gut weg. Spätestens, nachdem drei Jets der Billigairline an einem Tag mit schlechten Wetterverhältnissen den Notruf Mayday aussendeten und notlanden mussten, leidet das Image von Michael O'Learys Fluggesellschaft im südeuropäischen Land. Ihr wird vorgeworfen, den Piloten aufzutragen, mit möglichst wenig Treibstoff zu fliegen. Der Grund dafür seien Sparvorgaben. Das gefährde die Sicherheit, so die Kritik der breiten Öffentlichkeit. Und nun werden die Vorwürfe nochmals lauter. Innerhalb weniger Tage kamen in Spanien gleich zwei weitere Zwischenfälle hinzu. Ein weiterer ereigneten sich in Italien.

Der erste passierte sich am 2. September. Eine Boeing B737 der Fluglinie war gerade in Valencia gestartet. Sie hatte Santiago de Compostela als Ziel. In einer Höhe von 6000 Fuß (rund 1800 Meter) musste die Crew den Aufstieg abbrechen und wieder zum Flughafen zurückkehren. Es gab ein Problem mit dem Kabinendruck. 12 Minuten und 40 Sekunden nach dem Start landete der Flieger wieder am Startflughafen. Passagiere sprachen gemäß spanischen Medien von «schwerem Kopf- und Ohrenschmerzen». Ryanair selbst redete von «leichten technischen Problemen».

Triebwerksausfall

Fünf Tage später kam es zu einem schwereren Zwischenfall. Die B737 war dieses Mal von Madrid unterwegs nach Las Palmas. Mit 160 Passagieren war sie um 7.15 Uhr in Richtung der Kanarischen Inseln gestartet. Doch dann fiel plötzlich der Druck in der Kabine ab. Die Piloten hätten die nötigen Prozeduren eingeleitet und die Sauerstoffmasken von der Decke fallen lassen, so Ryanair. Trotzdem wurden laut irischen und spanischen Medienberichten 16 Passagiere so verletzt, dass sie nach der Landung 25 Minuten nach dem Zwischenfall medizinisch versorgt werden mussten. Ein Reisender berichtete der Zeitung Irish Times, die Ohren seiner Frau hätten angefangen zu bluten. Auch andernorts wurde von blutenden Ohren gesprochen.

Am selben Tag dann der dritte Zwischenfall: Ein Flieger mit 124 Passagieren war auf dem Weg von Pula in Kroatien in die norwegische Hauptstadt Oslo. Über Italien gab es plötzlich technische Probleme, welche die Crew zwangen, eines der Triebwerke abzuschalten und in Richtung Mailand Bergamo zu fliegen. 40 Minuten später landete die B737 auf Piste 28 des Flughafens sicher. Die Passagiere wurden ebenfalls auf eine Ersatzmaschine verteilt.

Nicht schuldig

Spanische Medien sehen sich nun bestätigt: Ryanair ist nur auf Sparen aus und das im Zweifel auch auf Kosten der Sicherheit. Außerdem zitieren sie wiederholt Passagiere, die berichten, die Fluggesellschaft habe sich nach den Zwischenfällen nicht ordnungsgemäß darum gekümmert, dass sie dennoch ans Ziel kommen und gut versorgt seien. Bei Ryanair sieht man sich nicht als schuldig an. Die Fluglinie entschuldigte sich zwar bei den Passagieren, blieb aber dabei: Die Crews hätten in keinem der Fälle einen Fehler begangen. Sicher aber ist: Die Nervosität ist in Dublin merklich gestiegen. Denn die Häufung an negativer Presse - so harmlos die Vorfälle in einzelnen auch sein mögen - schadet jeder Airline.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair mit mehr als 210 Millionen Passagieren in den vergangenen zwölf Monaten

ticker-ryanair

Ryanair ätzt gegen Deutschland und das DLR, um in Österreich Druck zu machen

ticker-ryanair

Ryanair startet Flüge von Bremen nach Kalabrien

ticker-ryanair

Sunweb setzt künftig auch auf Ryanair-Flüge

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack