Boeing 737-300 von Magnicharters: Der Pilot eines Fluges war unzufrieden.

Magnicharters in MexikoPilot verbarrikadiert sich im Cockpit - um Zahlung von ausstehenden Löhnen zu erzwingen

Ein Pilot machte in Mexiko seine Forderungen über die Lautsprecheranlage an Bord publik. Und er weigerte sich zu fliegen, solange die Charterairline Magnicharters nicht endlich zahlt. Doch am Ende kam es anders.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Wer vorn im Cockpit sitzt, braucht einen klaren Kopf. Pilotinnen und Piloten müssen auch in Extremsituationen Ruhe und einen klaren Kopf bewahren. Gefühlswelten, die am Boden belasten, sollten eigentlich nicht mitfliegen. Doch so einfach ist das nicht. Das zeigt auch ein aktueller Fall aus Mexiko. Ein Pilot von Magnicharters verweigerte am Freitag (19. Dezember) den Abflug, machte seine Forderungen über die Kabinenlautsprecher öffentlich und schloss sich dann im Cockpit ein.

Augenzeugenberichten und Videoaufnahmen zufolge wandte sich der Kapitän der Charterfluggesellschaft zunächst direkt an die Passagiere, berichtet das Portal The Cancun Sun. «Dieses Flugzeug startet nicht, bevor sie uns nicht gezahlt haben, was sie uns schulden», sagte er demnach über seinen Arbeitgeber. Er erklärte, seit rund fünf Monaten kein Gehalt mehr erhalten zu haben. Danach verriegelte er die Cockpittür der Boeing 737. Der Vorfall ereignete sich an Bord von Flug GMT780 von Mexiko-Stadt nach Cancún.

Pilot von Magnicharters wurde festgenommen

Der Pilot sprach auch von fehlenden Spesenvergütungen, mangelnder gewerkschaftlicher Vertretung und unzureichenden Arbeitsbedingungen. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich seine Aussagen rasch. Magnicharters selbst äußerte sich bislang weder zu dem Vorfall noch zu den Vorwürfen. So oder so löste seine extreme Handlung das Protokoll aus, was auch bei einer Flugzeugentführung greift. Der Flughafen löste Sicherheitsalarm aus, die Behörden stuften den Vorfall als Entführungsversuch ein.

Nach etwa einer Stunde griffen Sicherheitskräfte ein. Spezialeinheiten öffneten das Cockpit, der Pilot wurde abgeführt. Die Passagiere mussten das Flugzeug verlassen, der Flug wurde annulliert. Die mexikanische Zivilluftfahrtbehörde AFAC hat eine Untersuchung eingeleitet.

Kleine Flotte von Boeing 737-300

Magnicharters ist eine mexikanische Charterfluggesellschaft, die sich auf touristische Verbindungen innerhalb des Landes spezialisiert hat. Sie bedient vor allem klassische Ferienziele wie Cancún und arbeitet häufig mit Reiseveranstaltern zusammen, die Flug und Hotel als Paket anbieten. Das Geschäftsmodell richtet sich vor allem an preisbewusste Urlauberinnen und Urlauber.

Die Airline betreibt eine kleine Flotte von fünf Boeing 737-300. Die Flugzeuge gehören zu einer älteren Generation und werden im Charterverkehr eingesetzt.

Flugzeuge fliegen nicht von allein – eine Redaktion ebenso wenig. Hinter aeroTELEGRAPH steckt ein eingespieltes Team, das 365 Tage im Jahr am Start ist, um Ihnen die spannendsten Geschichten aus der Luftfahrt zu bringen. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Claudia Sheinbaum im Flugzeug: Auch in der Economy Class kann man arbeiten.

Wenn ein Flug in der Economy Class ein politisches Statement ist

Delta-Flug DL1992 nach Guadalajara: Wurde nach Austin umgeleitet.

Wie der Tod von Kartellboss El Mencho den Flugverkehr in Mexiko trifft

ticker-mexiko

Chaos in Mexiko nach Tod des Drogenbosses El Mencho: Flüge nach Puerto Vallarta ausgesetzt

Airbus A320 Neo von Volaris: Die Fluggesellschaft fusioniert mit Viva.

In Mexiko entsteht ein Billigairline-Riese

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies