Flieger von Niki (hier ein A320): Nicht jedes Flugzeug wird auf die gleiche Art beladen.

VerspätungNiki-Airbus in Düsseldorf falsch beladen

Ein A321 von Niki musste in Düsseldorf zwei Mal beladen werden. Zuerst hatte ein Dienstleister die Koffer einzeln eingeladen, dann waren jedoch Container gefragt.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flug HG3574 von Düsseldorf nach Palma de Mallorca startete am frühen Mittwochmorgen (9. August) mit mehr als einer Stunde Verspätung. Der Grund war ungewöhnlich: Wie die Neue Rhein Zeitung mit Verweis auf eine Ansage des Piloten berichtet, hatten die Mitarbeiter des Bodendienstleisters Acciona das Gepäck der Passagiere einzeln in den Airbus A321 verladen, obwohl Container notwendig gewesen seien. So mussten die Koffer dem Bericht zufolge per Förderband wieder aus- und in Container umgeladen werden.

Durch die offene Cockpit-Tür war laut dem Reporter zu hören, wie der Pilot über Funk sagte: «Wollt ihr uns verarschen?» Ein Vertreter von Acciona am Flughafen Düsseldorf sagte gegenüber aeroTELEGRAPH, seine Firma treffe keine Schuld. Er erklärte, der A321 von Niki sei eine Kombi-Maschine, die sowohl lose als auch mit Containern beladen werden könne. «Wir haben in der Nacht von einem anderen Dienstleister die Information erhalten, dass wir mit Containern beladen sollen. Also haben wir fünf Container vorbereitet und am Morgen rausgefahren.»

Niki baut Basis in Düsseldorf

Nach dem Öffnen der Maschine habe man jedoch gesehen, dass sie für loses Gepäck vorbereitet gewesen sei. «Zuerst hieß es dann, wir sollten lose beladen, was wir auch getan haben. Schließlich wurde aber angeordnet, dass doch mit Containern geflogen wird.»*

Niki baut zurzeit eine Basis am Flughafen Düsseldorf auf. Schon Mitte Juli hatte die österreichische Fluggesellschaft acht Airbus A321 an dem Airport stationiert. «Niki hat in Düsseldorf die touristischen Warmwasserziele der Air Berlin nahtlos übernommen», sagte Flughafengeschäftsführer Michael Hanné damals.

Große Anbieterin

Bis zum Herbst sollen 300 Flugbegleiter und Piloten ihre Basis in Düsseldorf haben. «Niki ist aus dem Stand bereits jetzt die drittgrößte Fluggesellschaft am Flughafen Düsseldorf», sagte Niki-Geschäftsführer Oliver Lackmann.

*Die Stellungnahme von Acciona haben wir nachträglich im Artikel ergänzt.

Mehr zum Thema

Niki-Flieger: Österreich will helfen.

Etihad und Air Berlin machen bei Niki weiter

Der Airbus A319 von Beond: Hat ausschließlich 44 Business-Class-Sitze.

Beond will 2025 auf sechs Jets wachsen - und München ist wieder Ganz-Jahres-Kandidat

Gelandet: Der A321 XLR ist nun im kommerziellen Betrieb.

Wie viel wissen Sie über den neuen Airbus A321 XLR?

A330 von Aer Lingus: Die Iren wollen einen ihrer zehn A330 stillegen.

Aer Lingus wirft Airbus A330 raus, um Platz für A321 XLR zu schaffen

Video

Airbus A340-300 in Global-Airlines-Livery: Wird das das zweite Flugzeug für Global Airlines?
Im Mai führte sie ihre ersten vier Flüge durch, dann wurde es still um die britische Fluglinie. Während ihr Airbus A380 von Global Airlines in Tarbes steht, gibt Chef James Asquith ein neues Lebenszeichen und präsentiert einen Airbus A340.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Evangel auf dem Weg ins Mid-America Flight Museum: Von dem Flugzeug wurden nur acht Exemplare gebaut.
Das Mid-America Flight Museum in Texas hat ein neues Exponat: die Evangel 4500. Das Flugzeug ist robust und sollte in den 1960er Jahren die Buschflugzeuge sicherer machen. Der kommerzielle Erfolg blieb aus.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Kantine von Korean Air: Das Tollste kommt asm Ende des Flurs.
Im modernisierten Verwaltungssitz von Korean Air speisen Mitarbeitende nicht nur kostenlos – sie genießen auch einen Blick, der sonst nur Technikern vorbehalten ist: Die Kantine bietet freie Sicht in den riesigen, ins Gebäude integrierten Hangar.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin