Ein Airbus A320 von Jetblue: Heikles Zusammentreffen vor Venezuela.

Bei VenezuelaAirbus A320 von Jetblue stößt beinahe mit Militärflugzeug der USA zusammen

Kurz nach dem Start von Curaçao nach New York geriet ein Airbus A320 in eine brenzlige Situation. Direkt vor dem Flugzeug von Jetblue tauchte ein Tankflugzeug der U.S. Air Force auf - ohne Transponder und auf identischer Flughöhe.

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Es ging Ende August los. Damals begannen die Vereinigten Staaten mit dem Aufbau einer Flotte in der südlichen Karibik. Ziel sei, den Drogenhandel in der Region und sogenannte «Narcoterroristen» zu bekämpfen, erklärte Präsident Donald Trump. Auch wenn viele Beobachter vermuten, es gehe um viel mehr - nämlich eine Invasion in Venezuela. Neben zahlreichen Schiffen hat die United States Army auch Flugzeuge in die Region geschickt.

Und das wurde nun fast einem Airbus A320 von Jetblue zum Verhängnis. Der startete am Freitag (12. Dezember) in Willemstadt auf Curaçao und hatte New York-JFK als Ziel. Etwa 15 Minuten nach dem Start bekam die Crew von Flug B6-1112 von der Flugsicherung die Anweisung, einen Kurs von fünf Grad einzuschlagen, und die Freigabe zum Steigflug auf 35.000 Fuß (10.700 Meter), wie das Portal Flightglobal berichtet. Sie sollte direkt zum Wegpunkt KARUM fliegen, der an der Grenze zwischen dem Fluginformationsgebiet Curaçao und dem von Santo Domingo liegt.

«Sie haben ihren Transponder nicht eingeschaltet, das ist empörend»

Doch dabei erlebte die Cockpitbesatzung plötzlich eine brenzlige Situation. Ein paar Minuten nach dem letzten Funkkontakt mit der Flugsicherung in Curaçao meldete sie sich dort wieder. «Wir hatten gerade Verkehr direkt vor uns, innerhalb von fünf Meilen Entfernung – vielleicht zwei, drei Meilen –, aber es war ein Luft-Luft-Tankflugzeug der US-Luftwaffe, und es befand sich auf unserer Höhe», sagte der Pilot. «Wir mussten unseren Steigflug unterbrechen.» Offenbar ist der Airbus A320 nur knapp einer Kollision mit dem Militärflugzeug der USA entgangen.

Offenbar hatte eine Boeing KC-135 Stratotanker sich in exakt gleicher Höhe befunden und die Flugbahn des Airbus A320 von Jetblue mit dem Kennzeichen N809JB gekreuzt. «Sie sind direkt in unserer Flugbahn vorbeigeflogen», sagte der Pilot. «Sie sind nicht gemeldet, sie haben ihren Transponder nicht eingeschaltet, das ist empörend», funkte er.

Jetblue meldet Vorall mit Airbus A320 den Behörden

Die KC-135 der U.S. Air Force fliegen in der Region oft unter dem Rufzeichen PYRO33 und schalten ihren Transponder noch öfter aus. «Sicherheit hat für uns oberste Priorität», kommentierte eine Sprecherin von Jetblue. «Unsere Crewmitglieder sind für verschiedene Flugsituationen entsprechend geschult, und wir sind unserer Crew dankbar, dass sie diese Situation umgehend unserem Führungsteam gemeldet hat.» Der Vorfall sei auch den US- Behörden gemeldet worden.

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