Missverständnis im Cockpit?

Tonbandaufnahmen des Gesprächs der Piloten der in Jaroslawl abgestürzten Yak-42 zeugen von Verwirrung im Cockpit der Maschine.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Experten glauben nun, dass ein Missverständnis zwischen dem Piloten und seinem Ko-Piloten zum fatalen Unglück in Jaroslawl geführt haben könnte. Der russische Nachrichtensender Vesti 24 veröffentlichte kaum zwei Wochen nach dem Flugunfall die Abschrift der letzten Minuten der Aufnahmen aus dem Cockpit der Yak-42, bei deren Absturz Anfang September 44 Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern befand sich auch eines der besten Eishockeyteams Russlands. Der Dialog zeugt gemäß Experten von Desorientierung und mangelnder Koordination der verantwortlichen Mannschaft.

Pilot: 74, 76.

Bordingenieur: 74,76.

Pilot: Zeit, Scheinwerfer, Start. Spitzengeschwindigkeit 190.

Pilot: Drei, vier, fünf, maximale höchste Dauerleistung.

Bordingenieur: Maximale höchste Dauerleistung

Bordingenieur: Die Geschwindigkeit steigt. Startdaten – normale Werte. 130, 150, 170, 190, 210.

Captain: Start.

Ko-Pilot: 220, 230.

Ko-Pilot: Vermutlich Stabilisator.

Pilot: Start, Start, Stabilisator aus.

Ko-Pilot: Was machst du da?

Pilot: Start.

Bordingenieur: Start

Pilot: [Zensuriert]

Ko-Pilot: Andreij!

Untersuchungen der Behörden zeigten bislang eindeutig, dass die Maschine der Fluggesellschaft Yak Service 400 Meter über die Startbahn rollte, dann abhob, aber nicht genug Höhe gewann. Sie stieg bloß auf fünf bis sechs Meter über Boden, drehte dann nach links, touchierte Bäume und einen Antennenmast und stürzte dann zu Boden (aeroTELEGRAPH berichtete).

Bereits früher machte die Zeitung Moskovskij Komsomolets bekannt, dass die beiden Piloten eventuell die Parkbremse zu lösen vergessen hatten. Dies jedenfalls sollen erste Untersuchungen ergeben haben. «Die Motoren sind dann genug stark, um die Maschine zu bewegen, aber sie schaffen es nicht, die Maschine so schnell zu beschleunigen, dass der Jet abheben kann», sagte ein in die Untersuchung involvierter Experte, der Zeitung. Der Fehler könnte passiert sein, als die Crew ihre Aufgaben getauscht hatte. Der Pilot soll sich gemäß Moskovskij Komsomolets vor dem Start nicht wohl gefühlt haben. Daher habe er seine Aufgaben dem Ko-Piloten abgegeben. Der könnte vergessen haben, die Handbremse zu lösen, mutmaßt das Blatt.

Mehr zum Thema

Das Leitwerk von AI171 steckt in einem Haus: 265 Menschen starben bei dem Unglück.

Absturz der Boeing 787 von Air India ist das tödlichste Unglück seit 2014

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

ATR-72-Wrack im Iran gefunden

Propeller einer An-28: Kratol Aviation soll vier Maschinen des Typs betreiben.

Tote bei Absturz in Russland

Ein Triebwerk der abgestürzten Caravelle: Völlig intakt.

Wrack nach 33 Jahren entdeckt

Video

united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack