Die beiden MIG fliegen neben dem Qatar-Airbus: Kommunikationspanne.

MIG eskortieren Qatar-Airbus

Eine Qatar-Maschine verlor den Funkkontakt zur slowakischen Flugsicherung. Die Piloten verständigten sich dann per Handzeichen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Der Blick aus dem Fenster dürfte den Passagieren des Qatar Airbus A330 einen ordentlichen Schrecken eingejagt haben: Der Flieger war gemäß lokalen Medien am Samstag (22. Oktober) auf dem Weg von London nach Doha und hatte gerade vom tschechischen in den slowakischen Luftraum gewechselt. Plötzlich flogen zwei Kampfjets neben der Maschine. Irgendetwas war mit der Kommunikation schiefgelaufen. Die Piloten konnten keinen Funkkontakt mehr mit der slowakischen Flugsicherung aufnehmen.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, schickte die slowakische Luftwaffe zwei Kampfflieger in die Luft. «Das müssen wir tun, für den Fall, dass jemand verbotenerweise in unseren Luftraum eindringt oder der Funkkontakt verloren geht», erklärte Verteidigungsminister Lubomir Galko gegenüber der Nachrichtenagentur SITA. Kurz vor 11:00 Uhr starteten die MiG-29-Kampfjets in Sliac und hatten schon um 11:08 Uhr Sichtkontakt mit der Qatar-Maschine.

Geglückte Kontaktaufnahme

Sie schafften es denn auch, Kontakt mit dem Passagierfliegers aufzunehmen, wenn auch auf eine recht ungewöhnliche Weise. Die Piloten des Airbus machten ihnen mit Handzeichen klar, dass der Funkkontakt verloren gegangen war - mit Erfolg. Die beiden MiG-29 eskortierten den Jet bis zum ungarischen Luftraum. Dort konnte man den Funkkontakt wieder aufnehmen und das Qatar-Flugzeug setzte den Flug nach Doha fort. Dort landete es etwa 4,5 Stunden später ohne weitere Zwischenfälle.

Zwischenzeitlich waren durch eine anonyme Email, die an die slowakischen Medien ging, Gerüchte über Sicherheitsprobleme beim Einsatz der Kampfjets aufgekommen. Sie wären kurz davor gewesen, mit einem Passagierflieger zu kollidieren, hieß es. Der Verteidigungsminister wies diese Anschuldigungen zurück. «Es gab keine Sicherheitsprobleme», so Galko. Die Kampfjets hätten sich jederzeit an die geltenden Regeln gehalten. Trotzdem untersucht die slowakische Flugsicherung, ob an den Vorwürfen doch etwas dran ist.

Mehr zum Thema

Skyguide: Am Dienstag kam es erneut zu Problemen.

Erneut technische Störung: Skyguide muss Kapazität im Schweizer Luftraum halbieren

Deutsche Flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d) werden bei der Deutschen Flugsicherung

Kontrollturm am Flughafen Paris Charles de Gaulle Airport: Die französische Flugsicherung braucht Veränderung.

Frankreichs Flugsicherung verursacht mehr als zwölf Jahre Verspätung - in einem Jahr

Eine Boeing 737-800 von Sun Express: Solch ein Flugzeug war in den Vorfall verwickelt.

Jets von Sun Express und Turkish Airlines kamen sich in Stuttgart gefährlich nahe - weil Lotse spontan Reihenfolge änderte

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack