Leitwerk eines KLM-Flugzeugs: Die Fluglinie hat vier Ziele im Nahen Osten überraschend gestrichen.

Flugchaos im Nahen OstenKLM lässt Tausende Reisende stranden

Der eskalierende Konflikt zwischen dem Iran und den USA hat KLM dazu veranlasst, alle Verbindungen nach Dubai, Dammam, Riad und Tel Aviv einszustellen. Tausende Passagiere sitzen fest.

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US-Präsident Donald Trump verlegt den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln zusammen mit Begleitschiffen und Kampfflugzeugen in den Nahen Osten. Gleichzeitig soll sich Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei, laut verschiedenen Medienberichten in einen befestigten Bunker in Teheran zurückgezogen haben. Damit spitzt sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA weiter zu.

Mit Auswirkungen für die Luftfahrt. Die Easa hatte schon am 16. Januar europäische Airlines vor Flügen über dem Iran gewarnt. KLM gab am Freitag, den 24. Januar, bekannt, dass sie angesichts der angespannten geopolitischen Lage den Luftraum des Iran, des Irak und Israels vorerst meidet. Aber die Fluggesellschaft geht noch weiter. Als Vorsichtsmaßnahme streicht KLM alle Flüge nach Dubai, Dammam, Riad und Tel Aviv.

KLM kommt mit Umbuchungen nicht hinterher

Da KLM die vier Ziele überraschend aus dem Flugplan genommen hat, sitzen Tausende Passagiere an den betroffenen Flughäfen und in Amsterdam fest. Die Airline hatte Schwierigkeiten, die Betroffenen auf andere Flüge umzubuchen. Viele mussten laut Berichten der Zeitung De Telegraaf selbst teure Ersatzflüge buchen. Teilweise zu doppelten Preisen.

KLM hat gestrandete Passagiere unter anderem an Emirates verwiesen. Die Golf-Airline bedient die Strecke Dubai–Amsterdam weiterhin mehrmals täglich. Laut De Telegraaf warten jedoch einige Reisende, die an diesem Wochenende fliegen wollten, noch immer auf Ersatzflüge.

Transiva hat Dubai-Flüge am Samstag gestrichen

Am Samstag teilte auch die Low-Cost-Tochter von KLM-Air-France, Transavia, mit, dass sie erst ab Dienstag wieder nach Dubai fliegen wird. Kunden und Kundinnen wurden von der Airline aufgefordert, ihre Rückreise in die Niederlande selbst zu organisieren. Laut einer Mitteilung erstattet die Fluglinie die Kosten, soweit sie angemessen und verhältnismäßig sind.

Am Freitag hatte auch die Schwester-Airline Air France ihre Dubai-Flüge aufgrund der geopolitischen Lage eingestellt. Allerdings teilte die französiche Fluggesellschaft schon am Samstag wieder mit, dass sie den Flugbetrieb nach Dubai wieder aufgenommen hat.

Eurowings-Flüge legen Tankstopp ein

Lufthansa teilte am 14. Januar mit, dass sie bis auf Weiteres den iranischen und irakischen Luftraum meidet. Dies hat auch Auswirkungen auf Eurowings-Flüge nach Dubai: Aufgrund der neuen Streckenführung über Saudi-Arabien müssen diese einen technischen Zwischenstopp in Griechenland einlegen.

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