Fernsehbilder nach dem Absturz: 62 Menschen kamen ums Leben.

Flug FZ981Flydubai-Crash wohl wegen Pilotenfehler

Die russischen Ermittler haben einen ersten Bericht zum Absturz von Flydubai-Flug FZ981 herausgegeben. Darin deutet einiges auf menschliches Versagen hin.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Spekuliert wurde es schon lange, nun haben die russischen Ermittler es auch offiziell gemacht: Menschliches Fehlverhalten war sehr wahrscheinlich der Grund für den Absturz von Flydubai-Flug FZ981. Ganz festlegen wollen sie sich noch nicht, aber in einer Mitteilung auf der Webseite der russischen Untersuchungsbehörde Interstate Aviation Agency deutet einiges darauf hin, dass es wohl die Handlungen der Piloten waren, die zum Absturz einer Boeing 737 am 19. März in Rostow am Don führten. Beim Unglück kamen 63 Menschen ums Leben.

Die Piloten hatten zunächst versucht, die Boeing 737 ohne Autopilot zu landen. Die Landung brachen sie ab, weil Scherwinde aufkamen. Diese Winde entstehen bei starken Fallböen. An deren Ende bewegen sich Winde in unterschiedliche Richtungen auf die Seite weg und das kann eine Landung sehr gefährlich machen. Nach dem Abbruch kreiste die Boeing über dem Flughafen Rostow am Don, die Piloten hofften auf bessere Bedingungen.

Sturzflug mit 600 km/h

Beim zweiten Versuch klappte es wieder nicht und von rund 220 Metern Höhe stieg der Jet noch einmal auf. Laut dem Bericht entschieden sich die Piloten auf einer Höhe von etwa 900 Metern zu Handlungen, die dazu führten, dass die Flugzeugnase stark nach unten gedrückt wurde. Das leitete einen Sturzflug ein. Den Piloten gelang es nicht mehr, diesen zu stoppen. Mit einer Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde krachte die Boeing 737 schließlich in einem Winkel von 50 Grad auf das Flughafengelände.

Jetzt werde man zwei Stunden Material des Stimmenrekorders aus dem Cockpit ganz genau auswerten und dabei herauszufinden versuchen, was die Crew zu ihren Handlungen bewegt hat, so die Ermittler. Beteiligt sein sollen neben den Russen auch Experten aus Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. Gleichzeitig sei man dabei, mit Airline- und Test-Piloten gemeinsam die genauen Umstände zu rekonstruieren, um die Geschehnisse besser zu verstehen.

Stritten die Flydubai-Piloten?

Laut verschiedener russischer Medien gibt es auch von der Stimmenrekorderauswertung erste Ergebnisse. Laut diesen sollen die Piloten sich im Cockpit über die richtige Vorgehensweise gestritten haben. Bestätigt hat das die Interstate Aviation Agency aber nicht. Sollte sich bestätigen, dass es sich um einen Pilotenfehler gehandelt hat, dürfte das die Kritik an Flydubai noch einmal befeuern, die nach dem Cash aufgekommen war. Ein Ex-Pilot von Flydubai hatte erklärt, der Pilot von FZ981 sei nach elfTagen Dienst sicher völlig übermüdet gewesen.

Mehr zum Thema

Hatte Flug FZ981 Probleme mit dem Höhenruder?

Hatte Flug FZ981 Probleme mit dem Höhenruder?

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Das Kleinflugzeug nach dem Absturz in Gloucestershire: Der Pilot überlebte leicht verletzt.

Bauteil aus dem 3D-Drucker führte zum Absturz eines Kleinflugzeugs

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier