Der Irak: Emirates umfliegt ihn künftig.

Lufthansa vs. EmiratesDie Airlines und die Irak-Frage

Die einen Fluggesellschaften machen weiter wie bisher, die anderen stoppen ihre Flüge über den Irak. Wenn es um Überflüge geht, herrscht fast schon ein Glaubenskrieg.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Branche ist seit dem Abschuss von Flug MH17 alarmiert. Plötzlich werden die Risiken von Überflügen über Krisengebiete als höher eingeschätzt als noch zuvor. «Das war ein Schlag auf den Solarplexus von uns», sagte Emirates-Chef Tim Clark danach. Nun müssen wir damit umzugehen lernen.

Über die Ukraine fliegt inzwischen keine Airline mehr. Doch es gibt andere Strecken, über die keine Einigkeit in Sachen Gefährlichkeit herrscht. Dazu gehören insbesondere Überflüge über den Irak. Über das Land führen wichtige Flugstraßen zwischen Europa und Asien. So benutzt etwa die Lufthansa weiterhin den irakischen Luftraum, während sich am Boden Isis-Rebellen und Regierungstruppen heftige Gefechte liefern. Man prüfe die Sicherheitslage ständig und stehe mit den Behörden in Verbindung, erklärt die Fluglinie. Die Lufthansa nutze hoch frequentierte internationale Flugkorridore. Daran halte man vorderhand fest.

Swiss, AUA und Etihad machen weiter

Auch ihre Töchter Swiss und AUA Austrian Airlines fliegen weiter über den Iran und Irak in Richtung Asien. British Airways und Etihad sehen ebenfalls keine Probleme. «Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Route unsicher wäre», sagt man auch bei Qantas.

Der Irak gilt gemäß dem französischen Sicherheits-Thinktank Centre Français de Recherche sur le Renseignement grundsätzlich eher als Hochrisikogebiet. So werden Krisengebiete tituliert, in welchen die Konfliktparteien Waffen besitzen, die auch in große Höhen vorstoßen können. Als die Isis-Kämpfer in den letzten Monaten irakische Städte einnahmen, hinterließen die flüchtenden Regierungssoldaten Waffenarsenale. Gewisse Experten befürchten nun, dass auch schwere Geschütze darunter befinden könnten.

Emirates und Virgin umfliegen das Gebiet

Air France und KLM sehen dieses Risiko auch und entschlossen sich kürzlich nach einer internen Prüfung, den Irak zu umfliegen. Auch Delta, Virgin Atlantic und Emirates meiden inzwischen das Zweistrom-Land. Die Golfairline erklärte, das sei eine Vorsichtsmaßnahme. Die Sicherheit der Reisenden gehe immer vor. Es gehe zudem auch darum, die Passagiere zu beruhigen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack