Airbus A319 von Delta Air Lines: Die Airline tauscht Hilfstriebwerke aus.

Kontaminierte LuftDelta tauscht Hunderte Hilfstriebwerke bei Airbus A319, A320 und A321 aus

Seltsame Gerüche, Übelkeit, außerplanmäßige Landungen: Vorfälle mit kontaminierter Luft sorgen für Schlagzeilen. Delta Air Lines ersetzt deshalb hunderte Hilfstriebwerke von Airbus A319, A320 und A321. Und es liegt ein Gesetzesentwurf gegen die Technik auf dem Tisch.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Zahl der Vorfälle mit kontaminierter Luft - im Jargon Fume Events genannt - ist in den USA zuletzt stark gestiegen, wie kürzlich die Zeitung Wall Street Journal berichtete. Es handelt sich dabei um Ereignisse, bei denen die Kabinenluft seltsam riecht. Teilweise kann es bei Crews und Reisenden auch zu Unwohlsein führen. Immer wieder gibt es Berichte über außerplanmäßige Landungen wegen Fume Events.

Während es 2014 in den USA noch rund zwölf solcher Vorfälle pro einer Million Abflüge gab, waren es 2024 fast 108. Laut der Luftfahrtbehörde FAA liegt ein Teil des Anstiegs aber auch an verschärften Meldekriterien, die Ende 2024 eingeführt wurden. Dennoch nehmen Fluggesellschaften sich das offenbar zu Herzen.

Delta tauscht Hunderte Hilfstriebwerke an Airbus A320 aus

Delta Air Lines hat dem Wall Street Journal bestätigt, hunderte Hilfstriebwerke an Jets der Airbus-A320-Familie auszutauschen. Schon seit 2022 läuft das Programm, inzwischen sind rund 90 Prozent der Flotte mit neuen sogenannten Auxiliary Power Units - im Jargon oft abgekürzt APU genannt - ausgestattet. Sie sollen das Risiko reduzieren, dass potenziell giftige Dämpfe in die Kabine gelangen.

Das Hilfstriebwerk ist ein kleines Triebwerk im Heck, das am Boden Strom liefert und die Haupttriebwerke startet. Bei älteren Exemplaren, so Kritiker, sei die Wahrscheinlichkeit für Fume Events höher. Besonders bei Airbus A319, A320 und A321 sei der Lufteinlass der APU ungünstig platziert, nahe an Bereichen, an denen Öl austreten kann. Solche Bleed-Air-Systeme, bei denen Kabinenluft über die Triebwerke angesaugt wird, sind seit Jahrzehnten Standard in der Branche.

Ein Gesetzesentwurf gegen Fume Events

In den USA hat das Thema inzwischen auch die Politik erreicht. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, Bleed-Air-Systeme langfristig ganz zu verbieten und bestehende Flugzeuge mit Filtern nachzurüsten. Neue Flugzeuge dürften dann nicht mehr mit der Technik ausgestattet werden.

Airbus betont, eng mit Betreibern und Behörden zusammenzuarbeiten, um die Kabinenluft zu verbessern. Die Boeing 787 ist als einziges populäres Modell nicht betroffen. Der Dreamliner nutzt ein anderes System zur Frischluftzufuhr.

Mehr zum Thema

ticker-delta-airlines

Delta baut Angebot in Los Angeles deutlich aus

ticker-delta-airlines

Pilot von Delta leitet Flug um: «Ich muss ins Krankenhaus»

ticker-delta-airlines

Delta nimmt Flüge nach Tel Aviv wieder auf

ticker-delta-airlines

Sieg für Delta und Aermoexico vor Gericht: Joint Venture vorerst gesichert

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack