Am Dienstag (29. September) äußert sich jetzt die Vereinigung Cockpit (VC) dazu. «Der Zwischenbericht zeigt Auffälligkeiten, aber er liefert noch keine abschließende Erklärung dafür, wie sie entstanden sind», sagt Sebastian Kloth, Leiter der Arbeitsgruppe Accident Analysis & Prevention der Cockpitcrew-Gewerkschaft. Entscheidend sei nun die Frage, wodurch der registrierte Bremsvorgang ausgelöst wurde. «Dafür kommen grundsätzlich unterschiedliche technische und menschliche Faktoren sowie eine Kombination daraus infrage», so Kloth. Eine eindeutige Ursachen-Zuschreibung wäre aktuell Spekulation.
«Müssen verstehen, was in dieser Phase technisch passiert ist»
«Wir wissen derzeit nicht, ob ein technischer Hintergrund vorlag, ob es zu einer unbeabsichtigten Betätigung kam oder ob mehrere Faktoren zusammengewirkt haben», sagt der Arbeitsgruppenleiter. Außerdem sei es zentral, zu klären, weshalb das Flugzeug über einen Zeitraum von 18 Sekunden nicht wie erwartet weiter beschleunigte.
«18 Sekunden sind während eines Startlaufs eine erhebliche Zeitspanne», so Kloth. «Wir müssen verstehen, was in dieser Phase technisch passiert ist, welche Informationen der Besatzung zur Verfügung standen und wie die Situation im Cockpit wahrgenommen wurde.» Dass diese entscheidenden Fragen noch offen seien, sei für einen Zwischenbericht ganz normal. Nun gelte es, den Abschluss der Untersuchung abzuwarten.
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