Flug 5K1732 startete am frühen Dienstagabend (7. Juli) in Sharjah. Vom Emirat am Persischen Golf aus sollte die Boeing 737-400 BDSF nach Karachi fliegen. Doch auf dem Flug bekam der Frachter Schwierigkeiten. Die Crew von K2 Airways habe «eine Störung des Navigationssystems» gemeldet, teilt die Pakistan Airports Authority mit, der auch die pakistanische Flugsicherung untersteht.
Man habe das Flugzeug danach geleitet, so die Behörde. Doch kurze Zeit später verschlimmerte sich die Situation offenbar dramatisch. Um 21:21 Uhr Ortszeit (in Pakistan) habe die Flugsicherung auf dem Radar beobachtet, wie die Boeing 737 F von K2 Airways mit dem Kennzeichen AP-BOI «schnell sank und ihren Kurs rasch änderte», so die Pakistan Airports Authority. Daten von Flugverfolgungsdiensten zeigen den Höhenverlust, gefolgt von einem kurzen Steigflug und anschließend einem zweiten, drastischen Höhenverlust.
K2 Airways - private Fluggesellschaft mit nur einem Flugzeug
Anschließend seien der Radarkontakt und die Kommunikation etwa 155 Seemeilen (rund 290 Kilometer) westlich von Karachi verloren gegangen, so die Behörde. Danach aktivierte Pakistan umgehend die Notfallszenarien und leitete koordinierte Such- und Rettungsmaßnahmen auf See durch verschiedene Behörden ein. So will man das vermisste Flugzeug im Arabischen Meer lokalisieren.
K2 Airways ist eine private Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Karachi. Sie wurde 2018 gegründet und nahm Ende 2024 den Flugbetrieb auf. Sie konzentriert sich auf nationale und internationale Luftfracht sowie Charterflüge. Die Boeing 737-400 BDSF ist aktuell ihr einziges Flugzeug.
Boeing 737 F ist 28 Jahre alt
Die AP-BOI ist knapp 28 Jahre alt. Sie wurde 1999 an Aeroflot ausgeliefert und flog später für Garuda Indonesia. 2022 wurde sie zum Frachter umgebaut. An Bord des Flugzeuges befanden sich im Zeitpunkt des Verschwindens fünf Besatzungsmitglieder.
BDSF ist die Abkürzung für Bedek Special Freighter und bezeichnet eine Passagier-zu-Frachtflugzeug-Umbauvariante, die von der israelischen Bedek Aviation Group durchgeführt wird, die wiederum zu Israel Aerospace Industries (IAI) gehört.
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