Druck auf die Airlines: Mit einem Bluttest sollen Betroffene die Folgen von giftigen Dämpfen in der Kabine nachweisen können.

Giftige DämpfeBluttest soll Druck auf Luftfahrtindustrie erhöhen

Immer wieder gibt es Berichte darüber, dass giftige Gase in Flugzeugkabinen gelangen. Die Vereinigung GCAQE will mit einem Bluttest den Druck auf die Airlines und Flugzeughersteller erhöhen.

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Die Global Cabin Air Quality Executive – kurz GCAQE – gibt es seit 2006 und sie hat nur einen Auftrag: endlich für saubere Luft an Bord zu sorgen. Denn immer wieder machen Zwischenfälle Schlagzeilen, wenn verunreinigte Luft in Flugzeugkabinen dringt. Die Folge: Kopfschmerzen, Atemnot und möglicherweise sogar der Tod, wie der Fall des British-Airways-Piloten Richard Westgate zeigt. Er soll 2012 am sogenannten aerotoxischen Syndrom gestorben sein.

GCAQE will das nicht länger hinnehmen und ruft dazu auf, Wissenschaftler der University of Washington bei der Entwicklung eines Bluttests zu unterstützen. Dieser Test soll die giftigen Dämpfe im Blut nachweisen und so den Betroffenen Beweise in die Hand geben. «Seit sechs Jahrzehnten weiß die Luftfahrtbranche, dass diese Dämpfe die Leute an Bord krank machen können und sie haben noch immer keine Filter oder Warnsysteme installiert», kritisiert GCAQE in einer Mitteilung.

Hochgiftige Öldämpfe in der Frischluft

Die Vereinigung vergleicht das Problem mit den Risiken von Rauchen oder Asbest, die auch jahrzehntelang verschwiegen wurden. «Die Branche muss unter Druck geraten, damit sich endlich etwas ändert.» Unter dem Begriff aerotoxisches Syndrom werden mögliche Gesundheitsschädigungen diskutiert, die durch Verunreinigung der Atemluft in der Kabine von Passagierflugzeugen ausgelöst werden können. Nahezu alle Verkehrsflugzeuge beziehen ihre Frischluft über eine Zapfluftanlage aus dem Verdichter des Triebwerkes. Bei fehlerhafter Abdichtung der Lager im Verdichter können Öl oder Öldämpfe in die Kabinenluft gelangen, die hochgiftig bis nervenschädigend sind.

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