Airbus A320 von Air Arabia: In Catania hat es am 20. September einen ernsten Zwischen falln gegeben.

Nur noch 60 MeterAirbus A320 von Air Arabia sackt kurz nach dem Start in Catania Richtung Mittelmeer ab

Nach dem Start in Catania verlor ein Airbus A320 plötzlich an Höhe. Er befand sich nur noch 60 Meter über dem Wasser. Die Crew zog rechtzeitig hoch, das Flugzeug landete später sicher am Ziel. Die Behörden prüfen nun, ob Technik, Berechnung oder menschliches Versagen schuld war.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Mit knapp zwölf Millionen Reisenden im vergangenen Jahr ist der Flughafen Catania der zweitgrößte Süditaliens. Er kommt mit der 2400 Meter langen Piste 08/26 aus. Startet ein Flugzeug Richtung Osten, liegt schon Sekunden nach dem Abheben nur noch das Mittelmeer unter ihm.

In der Regel erreichen abfliegende Flugzeuge in Catania zwei Minuten nach dem Start eine Höhe von 3600 Fuß oder rund 1100 Meter. Anders verhielt es sich am 20. September bei Flug 3O-991 von Air Arabia Maroc. Der Airbus A320 mit dem Kennzeichen CN-NML hob um 21:57 Uhr Richtung Amman ab. An Bord waren nur vier Flugbegleitende und die zweiköpfige Cockpitbesatzung.

Airbus nur noch 60 Meter über dem Meer

Sekunden nach dem Start sackte der A320 plötzlich bis auf knapp 60 Meter über dem Wellen des Mittelmeers ab und das bei einer Geschwindigkeit von knapp 480 Kilometern pro Stunde, wie zuerst die Zeitung Corriere delle Sera berichtete. Das knapp 14 Jahre alte Flugzeug stieg anschließend schnell wieder auf. Und der weitere Flugverlauf verlief unauffällig. Der Airbus A320 von Air Arabia landete um 2:52 Uhr nachts am 21. September nach mitteleuropäischer Zeit sicher in Jordanien.

Dennoch hat die italienische nationale Flugsicherheitsbehörde eine Untersuchung eingeleitet und den Vorfall als «schwerwiegenden Zwischenfall» eingestuft. Im Rahmen der Ermittlungen werden die Piloten zu den Vorfällen befragt. Ihre Schilderungen werden anschließend von den Fachleuten der Agenzia nazionale per la sicurezza del volo Ansv mit den Aufzeichnungen der Flugdatenschreiber abgeglichen, um den genauen Hergang zu rekonstruieren.

Absacken nicht erklärbar

Laut Ansv wurde kurz nach dem Start «eine GPWS-Meldung mit dem Befehl Pull Up ausgelöst». Die Abkürzung steht für das Ground Proximity Warning System. Es warnt Pilotinnen und Piloten bei Gefahr einer Kollision mit dem Boden. Das wird auch akustisch getan - mit dem Ausruf «Pull up!», also «Hochziehen».

Die Zeitung hat auch erfahrene Airbus A320-Piloten zu möglichen Ursachen des Vorfalls befragt. Beide können sich den Kontrollverlust nicht erklären. Weitere Theorien reichen von einem Fehler bei der Berechnung des Startgewichts bis hin zu einem möglichen Pilotenversagen.

Air Arabia bleibt Antwort schuldig

Es gibt auch Gerüchte, die Crew könnte sich wegen der fehlenden Passagiere an Bord zu einem bewussten Manöver über dem Meer hinreißen lassen haben. Aber bislang sind das nicht mehr als reine Spekulationen. Air Arabia hat auf Anfrage bisher keine Stellung genommen.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-air-arabia

Air Arabia baut Moskau-Flüge deutlich aus

ticker-air-arabia

Air Arabia baut Syrien-Angebot ab Abu Dhabi deutlich aus

ticker-air-arabia

Leiche im Fahrwerk eines Airbus A320 von Air Arabia entdeckt

ticker-air-arabia

Air Arabia baut Europa-Angebot ab Marokko aus - mehr Flüge nach Basel

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin