Visualisierung der Aero 2: Geplant ist eine Spitzengeschwindigkeit von 320 Kilometern pro Stunde.

Mit KippflügelSchweizer arbeiten an Hybrid-Luft-Taxi

Zwei Piloten aus der Schweiz entwickeln einen Senkrechtstarter mit Hybridantrieb. Die Reise mit dem Flieger soll pro Kilometer nicht teurer sein als mit dem Auto.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Embraer und Uber tüfteln gemeinsam an einem Luft-Taxi, Airbus arbeitet an einem ähnlichen Projekt. Nun schickt sich auch ein Schweizer Start-up an, in diesem Rennen mitzumischen: Dufour Aerospace arbeitet an einem Hochdecker, der dank Kippflügel senkrecht startet und landet und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 Kilometer pro Stunde erreichen soll.

«In ihrer komplett elektrischen, emissionsfreien Konfiguration hat die Aero 2 eine Reichweite von 120 Kilometern», schreibt das Unternehmen über den Zweisitzer. Doch das ist nicht alles. «Ein optionales Hilfstriebwerk kann in einer Hybrid-Konfiguration eingebaut werden, um die Reichweite auf insgesamt 800 Kilometer zu erweitern.»

Bodentests für Ende 2020 geplant

Dufour Aerospace macht klar, dass man mit dem Flieger sowohl Autos Konkurrenz machen will als auch Helikoptern und Jets. Aero 2 bringe die Insassen von der eigenen Türschwelle fast überall hin, «mehr als fünf Mal schneller als ein Auto, aber zu den gleichen Kosten pro Kilometer», so die Firma. Die Kombination aus elektrischem Antrieb und großen Propellern mache den Hybrid dabei deutlich leiser als herkömmliche Helikopter und Flugzeuge.

Die Beispielrechnung auf der Webseite der Firma zeigt, wie sich die Entwickler die Kosten vorstellen und wünschen: Eine Reise von Zermatt nach Mailand dauere mit dem Auto 3 Stunden und 19 Minuten bei einer Distanz von 230 Kilometern und koste 162,40 Franken (rund 138 Euro). Mit dem Dufour-Flieger sei die Strecke lediglich 126 Kilometer lang, man benötige nur 22 Minuten und der Preis liege bei 88,20 Franken (etwa 75 Euro).

Vorgänger schon in der Luft

Bisher gibt es allerdings nur ein ferngesteuertes Modell der Aero 2 im Maßstab 1:5 sowie Flugsimulationen am Computer. Im November 2018 soll ein Modell im Maßstab 1:3 folgen. Etwa im November 2019 wird laut den Plänen des Unternehmens der Bau des Rumpfes in Originalgröße beginnen. Ende 2020 soll der Flieger dann bereit sein für erste Tests am Boden. Eine Partnerschaft mit der Zürcher Autopilot-Firma Daedalean soll dafür sorgen, dass Aero 2 eines Tages autonom fliegen kann.

Hinter den Plänen stehen der Akrobatik-Pilot Dominique Steffen mit mehr als 5000 Flugstunden und Thomas Pfammatter, der mehr als 10.000 Stunden Erfahrung als Pilot der Rettungshelikopter von Air Zermatt vorweisen kann. Zusammen haben sie bereits das Elektroflugzeug Aero 1 entwickelt und in die Luft gebracht. Der Einsitzer absolvierte 2016 seinen Erstflug und hat es mittlerweile auf rund 50 Flugstunden gebracht.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aero 1 in der Luft und Aero 2 in Planung.

Mehr zum Thema

So stellt sich Uber die Zukunft des Nahverkehrs vor: Ubers Elevate-Netzwerk soll den Straßenverkehr entlasten.

Embraer und Uber tüfteln an Luft-Taxi

Das bayerische Luft-Taxi fliegt

Das bayerische Luft-Taxi fliegt

VTOL-Flieger sind en vogue: Airbus arbeitet im Silicon Valley an einem <a href="http://www.aerotelegraph.com/so-soll-airbus-luft-taxi-aussehen">Luft-Taxi-Projekt namens Vahana.</a> Boeing tüftelt mit der Tochter Aurora Flight Sciences an einem Taxi der Lüfte. Bereits recht groß ist der amerikanische Anbieter Zee Aero. Daneben gibt es Firmen wie Joby mit dem S2, Volocopter aus Deutschland oder die chinesische Drohnenbauer Ehang.

So soll Airbus' Luft-Taxi aussehen

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin