Dreamliner von Saudia: Fliegt erstmal nicht mehr nach Kanada.

Streit nach TweetSaudia stoppt Flüge nach Kanada

Der diplomatische Streit zwischen Saudi-Arabien und Kanada spitzt sich zu. Jetzt schaltet sich auch die Fluggesellschaft Saudia ein.

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Vergangene Woche zeigte sich Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland in einem Tweet besorgt über die Festnahme der Menschenrechtsaktivistin Samar Badawi in Saudi-Arabien. Das Königreich auf der Arabischen Halbinsel sah darin eine unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten und reagierte erbost. Die Regierung verwies den kanadischen Botschafter des Landes, rief den eigenen Botschafter aus Kanada zu Konsultationen zurück nach Riyadh und fror ein kürzlich geschlossenes Handelsabkommen mit Kanada ein.

Außenministerin Freeland reagierte besorgt auf die Ausweisung des Botschafters, sagte aber auch, Kanada werde sich immer für die Menschenrechte einsetzen. So greift Saudi-Arabien nun zu weiteren Mitteln. Das Bildungsministeriums kündigte an, 7000 saudi-arabische Studenten und ihre Familien aus Kanada in andere Länder zu bringen.

Saudia stellt Flüge ein

Am späten Montagabend (6. August) folgte dann auch eine Konsequenz für die Luftfahrt: Die Fluglinie Saudia kündigte bei Twitter an, alle Flüge von und nach Kanada ab dem 13. August zu stoppen. Saudia fliegt bisher vier Mal pro Woche von Riyadh über Jeddah nach Toronto und zurück. Zum Einsatz kommt dabei eine Boeing 787-9 Dreamliner.

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