Flieger von Turkish Airlines in Istanbul: Gülen-Anhänger wurden aus dem Personal entfernt.

Gülen-BewegungSäuberungswelle erreicht Turkish Airlines

Die staatliche türkische Fluggesellschaft hat mehr als 200 Mitarbeitende entlassen. Als Grund nennt Turkish Airlines notwendige Maßnahmen gegen die Gülen-Bewegung und schädliches Verhalten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Zuerst waren es Armeeangehörige, Polizisten, Geheimdienstmitarbeitende, Angestellte von Ministerien, Richter und Staatsanwälte. Dann kamen Lehrer, Uni-Rektoren, Firmenchefs und Journalisten an die Reihe. Als Antwort auf den misslungenen Putschversuch in der Türkei in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in den vergangenen Tagen Zehntausende von Menschen verhaften oder sie ihres Amtes enthoben.

Nun erreicht die Säuberungswelle auch Turkish Airlines. Man habe per 22. Juli die Verträge mit 211 Mitarbeitenden gekündigt, teilt die staatliche Fluggesellschaft mit. Sie macht dafür auch die Nichterfüllung von Leistungszielen verantwortlich. Zugleich betont aber, die Entlassungen geschähen «in Einklang mit den notwendigen Maßnahmen, die wir gegen die Fetö-Bewegung und wegen Ansichten und Verhalten, die den Interessen unseres Landes und Unternehmens widersprechen».

Gegen Fetö- oder Gülen-Bewegung

Fetö steht für Fethullah-Terror-Organisation (Fethullahçı Terör Örgütü). So bezeichnet die offizielle Türkei die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen. Sie wird auch Gülen-Bewegung genannt und soll gemäß der Regierung in Ankara hinter dem Putschversuch stehen. Klare Beweise für die Existenz der Fetö gibt es jedoch nicht.

Normalerweise äußern sich Fluglinien kaum zu politischen Themen. Bei Turkish Airlines aber ist die Sprache seit einigen Tagen hochpolitisiert geworden. «Vereint mit dem heldenhaften ehrenvollen türkischen Volk in seiner außerordentlichen Bemühungen, anerkennen wir unsere Verantwortung, den böswilligen und illegalen Versuch zu beenden. Unter allen Umständen werden wir unsere Verantwortung für die Demokratie wahrnehmen», schreibt die Staatsairline in der Medienmitteilung weiter.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin