Twitter-PanneRyanairs Eigentor nach Schweinsteiger-Handspiel

Ein Social-Media-Manager der Billigairline reagierte auf das Handspiel von Bastian Schweinsteiger mit einem Hass-Tweet gegen Frankreich. Das kam nicht gut an.

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Es war jene schicksalshafte zweite Minute der Nachspielzeit. Bastian Schweinsteiger steht im Strafraum, sein Arm unnatürlich nahe am Ball. Pfiff, Elfmeter, 0:1 – der Rest ist Geschichte. Live mit dabei ist ein Social-Media-Manager von Ryanair. Er reagiert umgehend auf die Entwicklung auf dem Rasen des Stade Vélodrome in Marseille.

Der Tweet ist schnell abgesetzt. «Moment mal, sie wissen also in Frankreich, was ein Handspiel ist?» schreibt er auf dem offiziellen Kanal von Ryanair. Der Twitter-Verantwortliche der Billigairline bezieht sich damit auf das bekannte regelwidrige Tor von Thierry Henry 2009 im zweiten Playoff-Spiel gegen Irland, das vom Schiedsrichter nicht geahndet worden war. Es entscheid damals darüber, dass die Franzosen und nicht die Iren zur Weltmeisterschaft nach Südafrika fuhren.

«Für wen halten sie sich eigentlich?»

Soweit so gut. Doch was der Social-Media-Manager von Ryanair danach tippt, überspannte den Bogen. #NeverForget (Niemals vergessen) #CheatingBastards (betrügende Schweinehunde) schreibt er nach seinen Tweet. In Frankreich bricht schnell ein Sturm der Entrüstung los. «Für wen halten sie sich eigentlich?» schreibt ein Nutzer. «Die Iren behandeln uns immer respektvoll, doch diese Airline tut sowas», ein anderer.

Der Tweet wird denn auch schnell wieder gelöscht. Doch er ist schon in der Welt. Ryanair reagierte mit Humor: Der fehlbare Mitarbeiter sei gezwungen worden, die französische Nationalhymen zu lernen, so die Antwort. Kurze Zeit später suchte die Fluggesellschaft einen Social-Media-Manager. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.

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