Ryanair-Jets: Bald auch andere Produzenten als Boeing?

Ryanair plant Mega-Order

Der Billigflieger will Hunderte von Jets bestellen. Allerdings spannt er die Flugzeugbauer damit auf die Folter.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Irgendwann in den nächsten vier bis fünf Jahren steht bei uns eine große Order an», ließ Michael O’Leary am Donnerstag (19. April) an einer Pressekonferenz verlauten. Wie die irische Rundfunkanstalt RTE berichtet, liegt die Bestellungsgröße zwischen 200 und 400 Flugzeugen. So will Ryanair den Plan verwirklichen, die Kapazität schon bald zu verdoppeln. Doch vor 2014 sollte sich kein Flugzeugbauer auf die Mega-Order der Iren einstellen. Erst ab 2015 plane man die Akquisition. 2012, 2013 oder 2014 sei die Zeit dafür noch nicht reif, so O’Leary. «Wir warten darauf, dass es im Zyklus der Bestellungen wieder bergab geht, bis wir einsteigen.»

Angesichts des aktuellen Bestellungs-Booms hält es O’Leary auch gar nicht für nötig, schon jetzt festzulegen. In einem früheren Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg hatte er die Vermutung geäußert, dass finanzschwächere Airlines wie Lion oder Norwegian die Bestellungen, die sie in guten Zeiten getätigt hatten, ohnehin nicht stemmen können. Beim anfallenden Überhang wolle man sich dann im Zweifel bedienen.

Nicht nur Boeing im Kopf

Welcher Flugzeugbauer von den Bestellungen ab 2015 profitieren könnte, ist noch nicht sicher. Bisher fliegt der Billigflieger ausschließlich mit Jets des amerikanischen Flugzeugbauers Boeing. Doch schon länger denkt Michael O’Leary laut darüber nach, diesen Bund zu lösen. 2009 scheiterten Gespräche über eine Bestellung von 200 Jets mit den Amerikanern. Nun hieß es von der Airline, man ziehe auch andere Produzenten in Erwägung.

Die B737MAX, die 2017 zuerst ausgeliefert werden soll, sei sowieso «Müll», so O’Leary. Die Ersparnisse an Treibstoff, die Boeing seinen Kunden verspreche, seien nicht glaubwürdig. Schon bald dürfte sich herausstellen, dass der Hoffnungsträger aus Seattle ein Gewichtsproblem habe. Man würde den chinesischen Hersteller Comac daher bearbeiten, eine Langversion der C919 zu bauen, die 199 Passagiere statt der bisher 174 fasst. Die C919 hätte der westlichen Konkurrenz einiges voraus und würde in der Langversion die Konkurrenzflieger langfristig in den Schatten stellen, ist O'Leary überzeugt.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Pöbelpassagier muss Ryanair 15.000 Euro Schadenersatz für Flugumleitung zahlen

ticker-ryanair

Ryanair baut Angebot in Turin aus

ticker-ryanair

Ryanair stationiert neunte Boeing 737 in Malta

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

«Offene Nötigung»: Schwere Vorwürfe der Vereinigung Cockpit an Ryanair

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies