Urlaub auf der Krim als Bürgerpflicht: Derzeit gilt eine Reise auf die annektierte Halbinsel als patriotisch.

Patriotismus-FörderungMoskau subventioniert Krim-Tickets stärker

Die Krim war ein beliebtes Urlaubsziel für Ukrainer. Nun bleiben die Touristen weg. Russische Subventionen sollen das ändern. Flüge auf die annektierte Halbinsel werden fast zur Hälfte bezuschusst.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Strände der Krim sind ungewohnt leer. Die Touristen aus der Ukraine bleiben aus, dafür sollen aber nach Plänen der Regierung in Moskau bald russische Urlauber auf die Halbinsel reisen. Künftig sollen nicht wie bisher 23 Routen sondern 46 bezuschusst werden, berichtet Omsk Zdes. Jedes Ticket wird mit 4000 Rubel gefördert, der Flugpreis beträgt dann noch 5000 Rubel – umgerechnet 82 Euro. Die Subvention gilt bis Ende des Sommers.

Ob die Pläne der russischen Regierung aufgehen, ist unklar. Rund sechs Millionen Touristen kamen jährlich auf die Krim, davon 60 Prozent Ukrainer. Russen machten in den vergangenen Jahren nur etwa ein Viertel der Besucher aus.

Auslastung von 100 Prozent

Doch das russische Tourismusministerium gibt sich optimistisch. In Zukunft sollen bis zu acht Millionen Urlauber aus Russland kommen. Das Ministerium setzt dabei auf die Mithilfe von Großunternehmen, wie Rosneft, Transneft oder Gazprom. Die Firmen haben sich bereit erklärt, ihre Mitarbeiter auf eigene Kosten zur Erholung auf die Krim zu senden – ganz wie zu Zeiten der Sowjetunion.

Und erste Erfolgsmeldungen gibt es schon: Donavia, ein Tochterunternehmen von Aeroflot, hat bereits drei Wochen nach Eröffnung der neuen Flugroute aus dem südrussischen Rostow am Don nach Simferopol auf der Krim eine hundertprozentige Auslastung seiner Maschinen verkündet.

Schwacher Rubel hält Urlauber im Land

Allerdings ist der weitere Ausbau des Flughafens von Simferopol schwierig: Unter anderem die internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao blockieren die Pläne. Zudem hat sie europäischen Airlines empfohlen, Flüge durch den Luftraum der Halbinsel zu vermeiden. Daraufhin wurden alle Flüge nach Simferopol von europäischen Flughäfen eingestellt. Letztes Jahr noch wollte Russland einen neuen Großflughafen bauen.

Der schwache Rubel sorgt dafür, dass sich viele Russen nicht wie in den Jahren zuvor einen Urlaub im Ausland leisten können. Sie verreisen daher lieber im Land – ein Pluspunkt für die frisch dazugekommene Krim. Außerdem gilt ein Urlaub auf der Halbinsel in diesem Jahr als angesagt und patriotisch.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin