Eine B717 von Hawaiian: Bald Zuwachs in der Flotte.

Die Rückkehr einer Totgesagten

Vor fünf Jahren stellte Boeing Produktion und Vermarktung der B717 ein. Nun ist der Flieger plötzlich wieder gesucht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Hawaiian Airlines ist in einer glücklichen Lage: Die Nachfrage nach Flügen steigt. Um das Angebot zwischen den amerikanischen Inseln im Pazifik befriedigen zu können, hat die Direktion der Fluggesellschaft nun drei weitere Boeing B717-200 geleast. Die Frequenzen zwischen Honolulu, Kahului, Lihue, Hilo und Kona soll so in der Hauptsaison deutlich erhöht werden. Rund 20 zusätzliche Flüge werden täglich angeboten. Gleichzeitig hat Hawaiian ihre bestehende Flotte von 15 B717 gekauft, die bisher nur geleast worden waren.

Das Interesse an der Kurzstreckenmaschine ist überraschend. Im Jahr 2006 stellte Boeing nämlich die Produktion und Vermarktung des zweistrahligen Jets wegen «fehlender Nachfrage» ein. Wie die Zeitung Pudget Sound Business Journal berichtet, stammen die neu nachgefragten B717 aus einer Erbschaft Boeings. Mitte 2010 ging die mexikanische Airline Mexicana pleite, 25 Jets gingen zurück an Boeing. Zuerst sah es nicht so aus, dass der Flugzeughersteller sie noch loswerden würde. Doch nun ändert offenbar der Wind. Nicht nur Hawaiian setzt wieder auf B717, sondern auch Southwest. Die amerikanische Airline hat durch die Übernahme der Konkurrentin Air Tran 86 Stück der B717 geerbt. Sie plant nach anfänglichem Zögern nun, die Maschinen weiter zu verwenden.

Ein Erbstück

Die B717 war kein wirkliches Erfolgsmodell für Boeing. Lediglich 156 Stück wurden je gebaut. Eigentlich aber waren es doch mehr. Denn die B717 hat eine lange Tradition. Ihren Ursprung hat sie in der DC-9, welche McDonnell Douglas in den Sechzigerjahren entwickelt hatte. Aus dem Klassiker entstand später die MD-80 und danach die MD-90 und am Ende die MD-95. Als Boeing den Konkurrenten McDonnell 1997 übernahm, erbte der Konzern aus Seattle das Modell. Zur Überraschung vieler Experten wurde es weitergeführt - unter neuem Namen.

Heute haben neben Hawaiian und Southwest noch Turkmenistan Airlines, Blue1 (Finnland) und Cobham (Australien) B717 im Einsatz. Insgesamt fliegen noch 130 Stück durch die Lüfte.

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier