Qunar: Die Reiseseite hat Probleme mit Airlines – und gründet prompt eine eigene.

QunarChinesisches Online-Reisebüro startet Airline

Die chinesische Reisebuchungsseite Qunar hat Ärger mit den Airlines. Den Boykott will sie offenbar umgehen, indem sie eine eigene Fluggesellschaft gründet.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Gleich neun Fluggesellschaften haben Qunar boykottiert, darunter auch die größten des Landes. China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Hainan Airlines und Co. werfen dem Online-Reisebüro eine unfaire Preispolitik vor. Sie stützen diese Vorwürfe auf Beschwerden von Passagieren. Eine Lösung des Konflikts ist noch nicht in Sicht.

Für eine Reisebuchungsseite wie Qunar bedeutet der Boykott einen deutlichen Einnahmenrückgang. 53 Prozent des Umsatzes der Internetseite wurden im vergangenen Jahr durch Flugbuchungen generiert. Qunar geht nun nicht etwa auf die Airlines zu, um den Umsatz zu retten – im Gegenteil. Wie verschiedene chinesische Zeitungen berichten, plant das Portal, eine eigene Fluggesellschaft zu gründen.

Sitz der Airline wohl in Shenzhen

Dabei will Qunar vor allem von den eigenen Stärken profitieren – dem Reservierungs- und Buchungssystem. Die anderen Teile sollen von bisher noch unbekannten Investoren finanziert und organisiert werden. Wer die neuen Investoren sind, ist noch nicht offiziell. Doch in der Branche spekuliert man, dass es die Immobilien- und Finanzgruppe Baoneng sein könnte, die schon länger plant, eine eigene Fluglinie zu gründen. Hinter Qunar selbst steht die chinesische Suchmaschine Baidu.

Viel bekannt ist über die neue Qunar-Airline noch nicht. Laut verschiedenen Medienberichten soll die Basis aber in Shenzhen liegen – ein weiterer Hinweis auf die Partnerschaft mit der Baoneng Group, deren Sitz ebenfalls in der chinesischen Stadt liegt. Die Zielkundschaft der neuen Fluggesellschaft soll aus Ferien- und Low-Budget-Reisenden bestehen. Die neue Airline plant sowohl Inlands- als auch internationale Routen anzubieten.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg