Wung-Chun-Kurs bei Hong Kong Airlines: Die Unrulys in Zaum halten

Nahkampf gegen Pöbler

Randalierende Passagiere an Bord können für ziemlichen Ärger sorgen. Airlines haben Methoden, damit umzugehen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Angst, Langeweile, Trunkenheit oder auch einfach nur schlechte Laune - warum Menschen ausrasten, hat verschiedene Gründe. Und es kann überall passieren. Auch über den Wolken. «Unruly Passenger» ist der Fachbegriff für die Randalierer im Flugzeug, viele sagen auch nur «Unrulies». Immer wieder passiert es, dass sogar die Polizei gerufen werden muss. «Aber die Zahlen der Zwischenfälle sind rückläufig», sagt Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel. Bei der Lufthansa-Tochter hat man im vergangenen Jahr deutlich weniger randalierende Passagiere verzeichnet als noch im Vorjahr.

Dennoch haben die Airlines ihre Vorgehensweisen, wenn es darum geht, die Ausraster in Grenzen zu halten. «So etwas kann immer vorkommen», so Donzel. Und dabei werden sie sogar ziemlich kreativ. So hat etwa Hong Kong Airlines für ihre Flugbegleiter ein Kung-Fu-Training im Angebot. Mit der Kampfsport-Methode sollen sie in der Lage sein, Reisende außer Rand und Band unter Kontrolle zu bekommen.

Im Notall: Fesseln

Pflicht ist die Ausbildung aber noch nicht. Wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft gegenüber der Hong Konger Sunday Morning Post erklärt, ist es nur ein Angebot, das den Betrieb aber wesentlich erleichtern könnte. Hong Kong Airlines kam auf die Idee, das Training anzubieten, nachdem eine Flugbegleiterin ihre Kampfkünste, die sie privat erlernt hatte, gegenüber einem Randalierer anwandte und ihn so in Schach halten konnte.

Bei der Swiss sollen die Flugbegleiter noch keine Kampfkünste anwenden, dennoch hat man einen drei-Stufen-Plan, den man bei den Unrulies anwendet. Zuerst wird der Passagier mündlich ermahnt. Zeigt das keine Wirkung, so erhält er die gleiche Verwarnung schriftlich. «Das ist dann ein bisschen wie die gelbe Karte beim Fußball», so Donzel. Dem Pöbler droht dann die Anzeige. Wenn das alles nichts hilft, kann es dann sogar dazu kommen, dass die Polizei eingeschaltet wird und das Flugzeug außerplanmäßig landen muss. Die Entscheidung darüber liegt beim Piloten. «Entscheidet er, dass der Passagier eine Gefahr für seine Mitreisenden wird, so muss gelandet werden.»

Für den Fall der Fälle hat man an Bord übrigens immer auch Handschellen - allerdings nicht die Version, die man aus dem Krimi kennt, sondern solche aus Plastik. Diese dürfen dem Passagier dann im äußersten Notfall angelegt werden.

Mehr zum Thema

Neue Business-Sitze: So soll es bald in den Airbus A380 von Lufthansa aussehen.

Das wird die neue Business Class in den Airbus A380 von Lufthansa

ticker-lufthansa

Lufthansa setzt auf Strecke Frankfurt–San Francisco wieder Boeing 747-400 ein

Die Zustände im Crew-Hotel sind ...

Lufthansa flieht aus Grusel-Hotel in Miami – Swiss bleibt

Die Allegris-Kabine der Boeing 787 von Lufhansa

Lufthansa muss Großteil der Business Class in neuen Boeing 787 noch länger sperren

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies