Wung-Chun-Kurs bei Hong Kong Airlines: Die Unrulys in Zaum halten

Nahkampf gegen Pöbler

Randalierende Passagiere an Bord können für ziemlichen Ärger sorgen. Airlines haben Methoden, damit umzugehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Angst, Langeweile, Trunkenheit oder auch einfach nur schlechte Laune - warum Menschen ausrasten, hat verschiedene Gründe. Und es kann überall passieren. Auch über den Wolken. «Unruly Passenger» ist der Fachbegriff für die Randalierer im Flugzeug, viele sagen auch nur «Unrulies». Immer wieder passiert es, dass sogar die Polizei gerufen werden muss. «Aber die Zahlen der Zwischenfälle sind rückläufig», sagt Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel. Bei der Lufthansa-Tochter hat man im vergangenen Jahr deutlich weniger randalierende Passagiere verzeichnet als noch im Vorjahr.

Dennoch haben die Airlines ihre Vorgehensweisen, wenn es darum geht, die Ausraster in Grenzen zu halten. «So etwas kann immer vorkommen», so Donzel. Und dabei werden sie sogar ziemlich kreativ. So hat etwa Hong Kong Airlines für ihre Flugbegleiter ein Kung-Fu-Training im Angebot. Mit der Kampfsport-Methode sollen sie in der Lage sein, Reisende außer Rand und Band unter Kontrolle zu bekommen.

Im Notall: Fesseln

Pflicht ist die Ausbildung aber noch nicht. Wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft gegenüber der Hong Konger Sunday Morning Post erklärt, ist es nur ein Angebot, das den Betrieb aber wesentlich erleichtern könnte. Hong Kong Airlines kam auf die Idee, das Training anzubieten, nachdem eine Flugbegleiterin ihre Kampfkünste, die sie privat erlernt hatte, gegenüber einem Randalierer anwandte und ihn so in Schach halten konnte.

Bei der Swiss sollen die Flugbegleiter noch keine Kampfkünste anwenden, dennoch hat man einen drei-Stufen-Plan, den man bei den Unrulies anwendet. Zuerst wird der Passagier mündlich ermahnt. Zeigt das keine Wirkung, so erhält er die gleiche Verwarnung schriftlich. «Das ist dann ein bisschen wie die gelbe Karte beim Fußball», so Donzel. Dem Pöbler droht dann die Anzeige. Wenn das alles nichts hilft, kann es dann sogar dazu kommen, dass die Polizei eingeschaltet wird und das Flugzeug außerplanmäßig landen muss. Die Entscheidung darüber liegt beim Piloten. «Entscheidet er, dass der Passagier eine Gefahr für seine Mitreisenden wird, so muss gelandet werden.»

Für den Fall der Fälle hat man an Bord übrigens immer auch Handschellen - allerdings nicht die Version, die man aus dem Krimi kennt, sondern solche aus Plastik. Diese dürfen dem Passagier dann im äußersten Notfall angelegt werden.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa tauscht Flugzeuge auf USA-Strecken aus

Airbus A319 von Lufthansa am BER: Die Airline fliegt von Frankfurt weniger nach Berlin.

Lufthansa kürzt auch im Winter innerdeutsche Verbindungen

allegris first class lufthansa atr 72 dat

Aus der First Class-Suite im Airbus A350 in eine ATR 72 ohne freien Nebensitz

ticker-lufthansa

Lufthansa erhält Red Dot Award für First-Class-Suite von Allegris

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil