Wung-Chun-Kurs bei Hong Kong Airlines: Die Unrulys in Zaum halten

Nahkampf gegen Pöbler

Randalierende Passagiere an Bord können für ziemlichen Ärger sorgen. Airlines haben Methoden, damit umzugehen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Angst, Langeweile, Trunkenheit oder auch einfach nur schlechte Laune - warum Menschen ausrasten, hat verschiedene Gründe. Und es kann überall passieren. Auch über den Wolken. «Unruly Passenger» ist der Fachbegriff für die Randalierer im Flugzeug, viele sagen auch nur «Unrulies». Immer wieder passiert es, dass sogar die Polizei gerufen werden muss. «Aber die Zahlen der Zwischenfälle sind rückläufig», sagt Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel. Bei der Lufthansa-Tochter hat man im vergangenen Jahr deutlich weniger randalierende Passagiere verzeichnet als noch im Vorjahr.

Dennoch haben die Airlines ihre Vorgehensweisen, wenn es darum geht, die Ausraster in Grenzen zu halten. «So etwas kann immer vorkommen», so Donzel. Und dabei werden sie sogar ziemlich kreativ. So hat etwa Hong Kong Airlines für ihre Flugbegleiter ein Kung-Fu-Training im Angebot. Mit der Kampfsport-Methode sollen sie in der Lage sein, Reisende außer Rand und Band unter Kontrolle zu bekommen.

Im Notall: Fesseln

Pflicht ist die Ausbildung aber noch nicht. Wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft gegenüber der Hong Konger Sunday Morning Post erklärt, ist es nur ein Angebot, das den Betrieb aber wesentlich erleichtern könnte. Hong Kong Airlines kam auf die Idee, das Training anzubieten, nachdem eine Flugbegleiterin ihre Kampfkünste, die sie privat erlernt hatte, gegenüber einem Randalierer anwandte und ihn so in Schach halten konnte.

Bei der Swiss sollen die Flugbegleiter noch keine Kampfkünste anwenden, dennoch hat man einen drei-Stufen-Plan, den man bei den Unrulies anwendet. Zuerst wird der Passagier mündlich ermahnt. Zeigt das keine Wirkung, so erhält er die gleiche Verwarnung schriftlich. «Das ist dann ein bisschen wie die gelbe Karte beim Fußball», so Donzel. Dem Pöbler droht dann die Anzeige. Wenn das alles nichts hilft, kann es dann sogar dazu kommen, dass die Polizei eingeschaltet wird und das Flugzeug außerplanmäßig landen muss. Die Entscheidung darüber liegt beim Piloten. «Entscheidet er, dass der Passagier eine Gefahr für seine Mitreisenden wird, so muss gelandet werden.»

Für den Fall der Fälle hat man an Bord übrigens immer auch Handschellen - allerdings nicht die Version, die man aus dem Krimi kennt, sondern solche aus Plastik. Diese dürfen dem Passagier dann im äußersten Notfall angelegt werden.

Mehr zum Thema

Boeing 787-9 von Lufthansa: Ein Teil der neuen Exemplare sollen mehr Premium-Sitze erhalten.

Lufthansa plant größere Business Class für Boeing 787

Die D-AIHZ beim Abflug aus Düsseldorf: Steht nun in Teruel.

Jetzt haben alle Airbus A340-600 von Lufthansa Deutschland verlassen

ticker-lufthansa

D-AIHW: Auch dritter Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf verlassen

ticker trauer

Lufthansa-Crewmitglied stirbt während Layover in Bengaluru

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack