Letzte Aktualisierung: um 21:10 Uhr
Partner von  

Neuer Billigflieger für China

Von Hongkong aus will Jetstar die chinesische Luftfahrt aufmischen. Die Airline will die Preise auf dem chinesischen Markt halbieren.

Foto: Airbus

Ein Airbus der australischen Jetstar. Wenn die Behörden grünes Licht geben, wird Jetstar auch in Hong Kong eine Basis betreiben.

Mitte 2013 will Jetstar Hong Kong zum ersten Mal abheben. Vorausgesetzt, die chinesischen Behörden genehmigen den jetzt eingereichten Antrag der Airline. In diesem zeigt Jetstar Hong Kong, wie der Flugbetrieb aussehen wird. Fest steht bisher, dass die Basis in Hong Kong sein wird. Die Fluglinie startet mit 3 Airbus A320. Innerhalb von zwei Jahren sollen es dann 18 Maschinen dieses Typs werden. Hinter der neuen Gesellschaft stehen zu gleichen Teilen Qantas und die aus Shanghai operierende China Eastern. Unter dem Label Jetstar betreibt Qantas selber oder über Beteiligungen bereits diverse Lowcost-Fluggesellschaften, unter anderem in Australien, Vietnam oder Japan.

Jetstar wäre einer der ersten Anbieter von Lowcost-Flügen innerhalb Chinas. Im Reich der Mitte setzt bisher nur die vergleichsweise kleine zu einem Reiseveranstalter gehörende Spring Airlines auf das Lowcost-Konzept. Jetstar Goup-Chefin Jayne Hrdlicka glaubt an eine enorme Nachfrage nach dem Modell. Die Erfahrungen in Singapur, Japan oder Australien würden zeigen, dass die Nachfrage insgesamt steigen wird, weil sich mehr Leute das Reisen mit dem Flugzeug leisten können. In der hauseigenen Medienmitteilung verspricht Jetstar Flugtarife, welche 50 Prozent günstiger sein sollen als bei den klassischen Fullservice-Gesellschaften. In einer Umfrage von Jetstar gaben 70 Prozent der Hong Konger an, dass die aktuellen Tarife zu hoch seien.

Entscheid noch in diesem Jahr

In den nächsten Wochen will die Airline bereits Bodenpersonal und Piloten rekrutieren. Allerdings bezweifeln Finanz-Analysten in Hong Kong, dass die Airline die Auflagen für eine Bewilligung erfüllt. Der Chef von China Eastern rechnet auf jeden Fall mit einem Entscheid der Behörden noch in diesem Jahr.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.