Jets mit PW4000-TriebwerkenUSA und Japan ordnen Checks bei Boeing 777 an

Der Zwischenfall von Flug UA328 über Denver hat Folgen: Die USA und Japan verordnen eine Stilllegung von Dutzenden von Boeing 777. Betroffen sind Jets mit PW4000-Triebwerken von Pratt and Whitney.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die amerikanische Luftfahrtbehörde reagierte schnell. Einen Tag nachdem Flug UA328 von United Airlines einen schweren Triebwerksschaden über Denver erlitt, kündigte die Federal Aviation Administration FAA am Sonntagabend (21. Februar) Sicherheitsmaßnahmen an. In einer Lufttüchtigkeitsanweisung (Englisch: Emergency Airworthiness Directive) will sie die sofortige Inspektion aller Boeing 777 mit dem betroffenen Treibwerkstyp Pratt and Whitney PW4000 vorschreiben.

Wenige Stunden später veröffentlichte Flugzeughersteller Boeing ein Statement, indem das Unternehmen allen Betreibern des Triebwerks dazu rät, die Flugzeuge aus dem Betrieb zu nehmen, solange die FAA an einem konkreten Protokoll für die Inspektion arbeitet. Laut dem Hersteller sind 69 betroffene Flugzeuge aktuell aktiv, 59 weitere sind abgestellt. Auch Triebwerkbauer Pratt and Whitney reagierte. Man stimme sich «aktiv mit Betreibern und Aufsichtsbehörden ab, um das überarbeitete Inspektionsintervall der PW4000-Motoren zu unterstützen».

Airlines lassen Flugzeuge am Boden

In Reaktion auf die FAA verkündete United am Sonntagabend, 24 Boeing 777-200 temporär aus dem Betrieb zu nehmen. Die Fluggesellschaft verfügt über insgesamt 52 Flugzeuge mit PW4000-Triebwerken.  28 davon sind aufgrund der Corona-Krise zurzeit aber ohnehin schon stillgelegt.

Auch Japan zieht Boeing 777 mit PW4000-Triebwerken vorübergehend aus dem Betrieb. Das Ministerium für Infrastruktur hat Japan Airlines und ANA All Nippon Airways angewiesen, die Flugzeuge vorerst nicht zu betreiben. Die beiden Fluggesellschaften, die 13 und 19 betroffene Jets in ihren Flotten haben, hatten diese bereits am Sonntag selbstständig stillgelegt.

NTSB inspiziert Boeing 777 von United

Andere Behörden weltweit sind am Montag (22. Februar) den Beispielen aus den USA und Japan gefolgt, darunter Südkorea und Großbritannien. Es kommt daher zu weiteren vorübergehenden Groundings von Boeing 777. Unter den Airlines die nun Flugzeuge stilllegen, befinden sich United, ANA, Japan Airlines, Asiana und Korean Air. Die Triple Seven von der Lufthansa Gruppe und British Airways beispielsweise, werden jedoch mit anderen Triebwerken angetrieben und sind daher nicht betroffen.

Die Flugunfallbehörde der USA gab derweil neue Informationen zum Zwischenfall mit Flug UA328 heraus. Bei der Untersuchung der Boeing 777 habe man festgestellt, dass Einlass und Verschalung des Triebwerks abgefallen seien, so das National Transportation Safety Board NTSB. Eine Schaufel des Fans sei an der Wurzel gebrochen, eine weitere daneben in der Mitte und die weiteren an den Spitzen. Das Flugzeug selbst habe nur «minimalen Schaden» genommen.

Mehr zum Thema

Triebwerksschaden: Flug UA328 muss kurz nach dem Start wieder landen.

Triebwerksteile fallen in Vorgärten nahe Denver

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

ticker-boeing-1

Boeing liefert im März weniger Flugzeuge aus

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg