Bombardier CRJ 900 Next Gen von Pluna: Flieger bleiben am Boden.

Uruguays Pluna am Ende

Die Nationalairline ist überschuldet und groundete ihre Flotte. Nun will der Staat eine neue Fluglinie gründen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bereits Anfang der Woche wurden Dutzende von Flügen ohne Angabe von Gründen gestrichen. Am späten Donnerstagabend war dann klar, weshalb. Pluna teilte seinen Kunden auf ihrer Internetseite mit, dass der Betrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt werde. Am Freitagmorgen (6. Juli) wurden die letzten Flüge durchgeführt. Das Grounding sei eine Entscheidung der Regierung, erklärte die Nationlairline Uruguays weiter. Dort klang es freilich etwas anders. «Heute haben wir eine Situation in der uns das Unternehmen sagt, dass es nicht mehr in der Lage sei, weiterzufliegen», sagte Transportminister Enrique Pintado später vor den Medien. Es fehle Pluna an Kapital und Liquidität. Seit Freitag um 15 Uhr lokaler Zeit stehen nun alle Flieger still.

Der Staat besaß 25 Prozent der Pluna-Aktien und war nicht bereit, auch noch den Rest zu übernehmen. Diese hatte der ehemalige Aktionär Leadgate vor einiger Zeit verkauft. Seither fand das Management keine neuen Geldgeber, die interessiert waren, die Aktien zu übernehmen und zusätzliches Geld einzuschießen. Im Rennen war am Ende nur noch eine Tochter von Air Canada. Doch auch sie sagte ab. Kein Wunder: zwischen 2007 und 2011 verlor das Unternehmen 100 Millionen Dollar. Es war daher überschuldet. So drohte etwa die staatliche Ölgesellschaft Ancap bereits mehrere Male, Pluna nicht mehr zu beliefern.

Regierung will keine Pluna 2.0

Dass Pluna je wieder fliegen wird, ist zweifelhaft. Die uruguayische Zeitung El Pais will aus offiziellen Kreisen erfahren haben, dass eine Liquidation des Unternehmens der wahrscheinlichste Weg sei. Auch Transportminister Pintado macht dem Management und den Angestellten wenig Hoffnung. Ein Neustart der Fluglinie sei «ein Entscheid des Vorstandes», meinte er. Die Priorität der Regierung sei es, die «Anbindung des Landes wiederherzustellen». Die Airline flog mit ihren 13 Bombardier CRJ900 ab Montevideo Inlandflüge und im Ausland bediente sie Argentinien, Brasilien und Chile.

Am Montag soll bereits das Kabinett tagen. Die uruguayische Regierung unter Präsident José Mujica will offenbar Wege finden, um eine neue nationale Fluglinie ins Leben zu rufen, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Der Staat soll daran beteiligt sein, aber auch private Aktionäre sollen sich engagieren.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies