Flugzeug von Play: Bald mehr in Richtung Südeuropa unterwegs.

Mehr SüdeuropaPlay Airlines kehrt Nordamerika den Rücken

Transatlantik-Umsteigeflüge waren ein Teil des Geschäftsmodells der isländischen Billigairline. Doch der große Erfolg blieb aus - und nun ändert Play ihre Ausrichtung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Lage Islands zwischen Europa und Nordamerika legt es nahe: Airlines können das Land Transitpunkt zwischen den Kontinenten nutzen. Das war bisher auch ein Teil des Geschäftsmodells von Play Airlines. Doch das ist nicht aufgegangen, wie die Airline nun selbst eingesteht.

«Play nimmt eine grundlegende Änderung ihres Geschäftsmodells vor», teilt die Fluggesellschaft mit. Man werde den Schwerpunkt stärker auf Flüge zu Freizeitzielen in Europa ab Island legen. Gleichzeitig fahre man das Transitgeschäft zwischen Nordamerika und Europa zurück.

Transatlantik nicht mehr rentabel

Der Punkt-zu-Punkt-Teil des Flugplans - hauptsächlich Flüge zwischen Island und Südeuropa - sei von Anfang an beliebt und profitabel gewesen, heißt es in einer Mitteilung. Die Erträge der Fluggesellschaft im Transatlantikmarkt seien hingegen sehr enttäuschend. Der nordamerikanische Markt habe sich stark verändert. Zudem wuchs die Konkurrenz auf Strecken nach Nordamerika, mit mehr direkten Routen ab Europa.

Daher werde man auf diesen Strecken die Kapazität stark reduzieren. Die Airline beginnt sofort und rechnet damit, dass der Prozess bis 2025 andauern wird. Play bedient derzeit fünf Ziele in Nordamerika - Boston, Baltimore/Washington, Washington Dulles, New York-Stewart und Toronto/Hamilton. Routen nach Südeuropa hat die Airline in diesem Jahr bereits stark ausgebaut und plant, das noch fortzusetzen.

Flugzeug soll auf den Kanaren stationiert werden

Außerdem plant Play, erstmals Flugzeuge außerhalb Islands zu stationieren. Dazu hat die Fluggesellschaft ein maltesisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) beantragt. «Play betreibt derzeit eine Flotte von zehn Flugzeugen, aber mit diesen Änderungen werden etwa sechs bis sieben unter dem isländischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis verbleiben, während drei bis vier für andere Projekte eingesetzt werden», erklärt Play-Chef Einar Örn Ólafsson. Die Flotte von Play besteht aus sechs Airbus A320 Neo und vier A321 Neo.

Die Fluggesellschaft plant, das erste Flugzeug unter dem neuen maltesischen Luftverkehrsbetreiberzeugnis nach Teneriffa zu verlegen, von wo aus es nach Keflavík und Akureyri in Island «sowie zu anderen Zielen» eingesetzt werden soll. Ein weiteres neues Geschäftsfeld für Play Airlines: Wet Lease. Das erste Projekt dieser Art startet im November. Bis zum 15. März 2025 werde man für die Airline Global X in Miami im Einsatz sein.

Wow Air scheiterte mit dem Modell

Play Airlines war nicht die erste isländische Billigairline, die mit dem Fokus auf Transatlantikstrecken Geld verdienen wollte. Wow Air hatte es einst mit einem ähnlichen Geschäftsmodell versucht. Allerdings erfolglos. Die Fluglinie stellte im März 2019 den Betrieb ein. 

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Play in Berlin: Die Airline bietet auch Flüge nach Reykjavik.

Das bietet Play in der Economy Class

Play verdoppelt Passagierzahlen, reduziert Verlust und will zwei Leasingverträge nicht mehr

Play verdoppelt Passagierzahlen, reduziert Verlust und will zwei Leasingverträge nicht mehr

Pensionsfonds wird Großaktionär von Play

Pensionsfonds wird Großaktionär von Play

Niceair-Neugründer Martin Michael und Svala Adalbjörnsdottir, Pressechefin vom Flughafen Akureyri: Zwei Umläufe im Februar.

Niceair startet Mini-Comeback mit gemieteter Boeing 737-800

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies