Flieger von Air India: Bei der Fluglinie brodelts.

Air IndiaPilot ließ Freundin ins Cockpit - Behörde ermittelt

Wie im Wohnzimmer sollte es im Cockpit aussehen. Das war der Wunsch eines Piloten, der eine Freundin eingeladen hatte. Das hat nun Konsequenzen.

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Eine «warme und komfortable Atmosphäre» an Bord, «wie im Wohnzimmer» - das ist das Ziel vieler Airlines. Doch im Cockpit sollte eigentlich in erster Linie konzentrierte Atmosphäre herrschen. Ein Pilot von Air India hatte allerdings Ende Februar offenbar genau diesen Wunsch.

Das zumindest geht aus der Beschwerde eines Mitglieds der Kabinenbesatzung hervor. Der Pilot habe demnach darum gebeten, das Cockpit besonders heimelig zu gestalten. Allerdings nicht für das Personal. Sondern für eine Freundin, die der Pilot auf Flug AI915 am 27. Februar von Dubai nach Delhi ins Cockpit eingeladen hatte.

Diverse Verstöße

«Außerdem bat er mich, ihre Getränke- und Snackbestellung aufzunehmen und sie zu bedienen», so die Flugbegleiterin in der Beschwerde laut der Zeitung India Times. In der Beschwerde, die an den Chief Executive Officer von Air India, Campbell Wilson, und die Luftfahrtbehörde DGCA gerichtet ist, wird ein Verstoß gegen die Regeln gegen sexuelle Belästigung, ein Verstoß gegen die Regeln der Flugsicherheit und ein Verstoß gegen das Air-India-Betriebsreglement vorgeworfen.

Als Reaktion auf die Beschwerde erklärte Air India in einer Erklärung, dass die Fluggesellschaft bei Aspekten der Fluggastsicherheit keinerlei Toleranz zeigt. «Wir haben den gemeldeten Vorfall ernsthaft zur Kenntnis genommen, und bei Air India sind Untersuchungen im Gange», heißt es.

Behörde ermittelt

Die Behörde DGCA ermittelt jetzt in dem Fall, man kooperiere mit ihr, so Air India. Man werde die «erforderlichen Maßnahmen» ergreifen. Ähnliche Vorfälle passieren immer wieder. Piloten in Argentinien ließen vor einigen Jahren ein Starlet ins Cockpit. Sie wurden deswegen entlassen. 2013 passierte dasselbe bei TAM in Brasilien und Vietnam Airlines. Seit 9/11 ist es strikt untersagt, Fremde ohne ausdrückliche Sondergenehmigung ins Cockpit zu holen.

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