Zum Abschied Ende Mai 2021 bekam die OE-LGI eine Sonderbeschriftung: Pfiat di!

Austrian AirlinesPerspektivenlosigkeit nach Dash-8-Aus als Kündigungsgrund

Zwölf Piloten der ehemaligen Dash-Flotte von Austrian Airlines nehmen das Angebot der Fluglinie für einen anderen Job nicht an. Jetzt sollen sie die Kündigung erhalten.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die Ausflottung der 18 De Havilland Canada Dash 8-400 bei Austrian Airlines ist vor langer Zeit beschlossen worden. Der Grund: Die Flotte sollte verkleinert, harmonisiert und die Kosten gesenkt werden. Der letzte Flug einer Dash fand Ende Mai statt.

Für die etwas über 200 Dash-Piloten und -Pilotinnen war das Ende daher lange absehbar. Die meisten von ihnen haben sich umorientiert. Viele haben sich auf einen anderen Flugzeugtyp bei Austrian Airlines umschulen lassen.

Beharren auf Vertrag

Was einfach klingt, war aber oft nicht ganz so leicht. Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren ist, hat es viele Angebote bedurft, um die Piloten und Pilotinnen zum Umstieg zu bewegen. Das letzte Angebot soll gelautet haben: Umschulung auf Airbus A320 oder Embraer E195 und ein Einsatz auf diesen Flugzeugen als Erster Offizier. Bei gleichem Gehalt wie bisher.

Bis auf zwölf Mitglieder der Dash-8-Cockpitcrew sollen letztendlich alle verbliebenen eine Vertragsänderung und dieses Angebot auch angenommen haben. Dem letzten Dutzend aber droht jetzt die Kündigung. Sie beharren offenbar darauf, dass sie laut Vertrag als Kapitän beschäftigt werden müssen.

Regionalbeirat müsste zustimmen

Die zwölf Pilotinnen und Piloten wollen auch nicht nach Wien übersiedeln, was sie aber müssten, weil Austrian Airlines alle österreichischen Bundesländerbasen schließt. Ob hier oder dort: Ohne Dash-Flugzeuge werden keine Dash-Kapitäne mehr benötigt.

Wie es aussieht, sind heute sowohl die Betroffenen als auch der Betriebsrat von den bevorstehenden Kündigungen informiert worden. Einfach wird es nicht, diese umzusetzen. Denn bei Austrian Airlines ist die gesamte Belegschaft in Kurzarbeit, währenddessen sind Kündigungen untersagt. Perspektivenlosigkeit könnte ein Kündigungsgrund trotz Kurzarbeit sein, hört man, eine Einigung mit dem Betriebsrat eine andere Möglichkeit. Jedenfalls zustimmen müsste den Kündigungen der sogenannte Regionalbeirat.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie den Abschied der letzten Dash 8 von AUA Ende Mai.

Mehr zum Thema

De Havilland Canada Dash 8 von Austrian Airlines: Flog bis 2021.

Schluss mit Propeller bei Austrian Airlines

De Havilland Canada Dash 8 von AUA in Innsbruck: Eins die erste Basis.

Ein allerletzter Flug der Dash 8 in die einstige Heimat

ticker-austrian

Boeing 787: Austrian Airlines verpasst OE-LPL die volle rot-weiß-rote Lackierung

ticker-austrian

Austrian Airlines setzt kurzzeitig Boeing 777 zwischen Wien und Frankfurt ein

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack