Der Passagier schaut hinaus: Sein Ziel erreichte er jedenfalls.

Vorfälle in ChinaFrischluft: Passagier öffnet Notausgang

Gleich zwei Mal innerhalb von wenigen Tagen öffneten Passagiere in China spontan Notausgänge. Einer wollte frische Luft, der andere schneller aussteigen.

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Der Mann saß am Sonntag (14. Dezember) zum allerersten Mal in einem Flugzeug. Mit Xiamen Airlines wollte er von Hangzhou nach Chengdu fliegen. Doch als die Maschine gerade startbereit war, wurde ihm die Luft an Bord zu stickig. Der Chinese wusste sich zu helfen. Flugs öffnete er den Notausgang neben sich und streckte seinen Kopf nach draußen - ganz so wie man es etwa in einem Zug machen würde.

Die Crew von Xiamen Air klärte den Mann auf und schloss die Tür wieder. Später flog die Maschine wie geplant weiter. Sie landete am Ende ohne Verspätung. Bestraft wird der Mann wegen seines Vergehens nicht. Er sei im Fliegen unerfahren gewesen und es sei ja auch kein Schaden entstanden, so die Fluggesellschaft gemäß chinesischen Medienberichten.

Notrutsche von China-Eastern-Jet bläst sich auf

So glimpflich kommt ein anderer Chinese nicht davon. Er war am 12. Dezember mit China Eastern von Xi'an nach Sanya geflogen. Am Ziel angekommen, ärgerte er sich über die lange Wartezeit beim Aussteigen. Und so öffnete er einen Notausgang. Umgehend blies sich die Notrutsche auf.

Er habe nicht gewusst, dass es sich um einen Notausgang gehandelt habe, verteidigte er sich später. Bei der Vorführung der Sicherheitsvorschriften habe er nicht zugehört. Er habe nur mithelfen wollen, «schneller aussteigen zu können», so der Chinese gemäß lokalen Medienberichten weiter. Er muss nun mindestens die Kosten des Ersatzes der Notrutsche übernehmen (rund 16.000 Euro) und riskiert auch eine Strafe.

Regierung in Peking sorgt sich um Image

Chinesische Passagiere sorgen in letzter Zeit mit ihrem Benehmen an Bord und am Flughafen immer wieder für negative Schlagzeilen. Kürzlich warf ein Reisender einer Stewardess heißes Wasser nach, weil er nicht neben seinen Freunden sitzen konnte. Solche Ereignisse sind der Regierung ein Dorn im Auge. Sie fürchtet um das Image im Ausland.

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