Boeing 737 Max von Oman Air: Fünf Exemplare hat die Fluglinie schon.

Flotte wird verkleinertOman Air geht auf Schrumpfkurs

Eigentlich wollte die Nationalairline des Sultanats wachsen. Jetzt fährt sie ihre Flotte jedoch deutlich zurück. Oman Air könnte zum reinen Boeing-Betreiber werden.

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Die Flotte von Oman Air sollte eigentlich deutlich wachsen. Von aktuell rund 50 Flugzeugen auf rund 65 bis 70 Flieger, wie Vorstandschef Mohammed al-Barwani dem Portal WAF Oman sagte. Doch dann kam die Pandemie und blieb länger als erhofft. «Derzeit läuft unser Betrieb mit 15 bis 20 Prozent der Kapazität», so der Manager.

Dank Impfstoff hoffe man für das zweite Halbjahr auf 30 bis 35 Prozent. Das ist deutlich weniger als Oman Air ursprünglich erwartet hatte. Die Nationalairline des Sultanats wollte längst wieder mehr Ziele in Europa anfliegen. Doch die zweite Viruswelle machte Oman Air einen Strich durch die Rechnung. Auch etliche lukrative Routen nach Indien und Thailand sind derzeit noch nicht möglich.

Künftig nur noch 36 Flugzeuge

Angesichts dieser Entwicklung hält al-Barwani den ursprünglich geplanten Flottenausbau für zu riskant. Dies auch, weil er eine Aufstockung des Personals erfordern würde. Und das, während sich die Zahl der nicht einheimischen Arbeiter im Land durch die Pandemie reduzierte. So wird die Flotte nun sogar deutlich geschrumpft.

«Unser Plan ist es, die Zahl der Flugzeuge auf 36 zu reduzieren», so der Vorstandschef zu WAF Oman. Stattdessen wolle man mehr Ziele über Codeshare-Abkommen abdecken. So will Oman Air erreichen, dass es in den kommenden Jahren keine weiteren Finanzspritzen vom Staat braucht. Die Airline will selber schwarze Zahlen erreichen.

Zurzeit Jets von drei Herstellern

Al-Barwani, der selber Milliardär ist, sagte, bereits 2019 sei es seinem Vorgänger gelungen, Kosten zu senken und weniger Staatshilfen zu beziehen. Man habe zuletzt zudem unprofitable Routen wie nach Athen, Beirut, Manchester und Casablanca gestrichen.

Zurzeit besteht die Flotte von Oman Air auf der Kurz- und Mittelstrecke aus Embraer E175 sowie Boeing 737-800, -900 und Max, auf der Langstrecke aus Airbus A330-200 und -300 sowie Boeing 787-8 und -9. Zudem stehen in Boeings Auftragsbüchern noch weitere sieben 737 Max und acht 787-9 für die Fluggesellschaft.

Bald reine Boeing-Flotte?

Insgesamt ergibt das rund 65 Flugzeuge. Welche aussortiert werden, sagte al-Barwani nicht. Denkbar wäre aber zum Beispiel, dass die Fluglinie die neuen Flieger von Boeing wie geplant übernimmt, dafür aber die meisten Jets der alten Generation aussortiert:  vier Airbus A330-200, sechs A330-300, vier Embraer E175 und etliche der 16 Boeing 737-800 und fünf 737-900.

Oman Air könnte so zum reinen Boeing-Betreiber werden. In Deutschland steuert die Fluglinie derzeit mit Boeing 787-9 Frankfurt an. Die Flüge nach Zürich und München sind aktuell ausgesetzt.

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