IAG-Billigtochter Level schloss gleich zwei Ableger: im Juni Level Europe in Wien und Amsterdam, im Juli Level France in Paris.

InsolvenzÖsterreichische Level gibt auf

Die Corona-Krise fordert das nächste Opfer: Der Billigflieger Level Europe geht in die Insolvenz. In Wien und Amsterdam stehen 240 Arbeitsplätze vor dem Aus.

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Der Luftfahrtkonzern IAG beerdigt sein österreichisches Experiment.  Am Donnerstagvormittag (18. Juni) teilte die Tochter Level Europe mit, sie werde Insolvenz anmelden. Der Betrieb wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die Kurz- und Mittelstreckenjets der Airline standen seit März am Boden.

«Level Europe wurde von der beispiellosen Covid-19-Krise hart getroffen», heißt es in der Mitteilung. «Sobald der Insolvenzantrag gestellt ist, wird ein österreichisches Gericht einen Insolvenzverwalter bestimmen.» Gegenüber der Nachrichtenagentur Apa erklärte das Unternehmen, in Wien seien 200 Mitarbeiter betroffen, in Amsterdam 40.

Im Mai wollte IAG noch angreifen

Level Europe entstand im November 2017 als Anisec Luftfahrt. Mit ihr wollte IAG damals eigentlich Niki übernehmen, was jedoch nicht gelang. Stattdessen kam Niki Lauda zum Zuge und schuf Laudamotion. Die IAG-Tochter machte aber weiter und startete einen eigenen Betrieb und wurde Ende 2019 umbenannt in Level Europe.

Im Mai stellte IAG der österreichischen Regierung in Aussicht, im Falle einer Pleite von Austrian Airlines als Alternative einzuspringen und den Flughafen Wien als Drehkreuz mit Fliegern und Verbindungen zu versorgen. Mit Level Europe hatte sie dort schon eine Airline stationiert und hätte deren Flotte mit Langstreckenjets ergänzen können.

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