Flugbegleitende von Virgin Atlantic: Wurden ältere Angestellte gezielt übergangen?

VorwürfeNutzte Virgin Atlantic Pandemie, um alte Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter loszuwerden?

Die Fluglinie musste während der Pandemie Leute entlassen - auch in der Kabine. Einige wurden wieder eingestellt. Doch eine Gruppe von Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern von Virgin Atlantic fehlte, heißt es in einer Klage.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schlag auf Schlag stand ein Großteil der Flugzeuge am Boden. Die Covid-19-Pandemie traf Fluggesellschaften auf der ganzen Welt so unvermittelt wie hart. Auch Virgin Atlantic war gezwungen, Flieger einzulagern. Die Airline strich zudem 3000 von rund 10.000 Stellen weltweit.

Auch Mitarbeitende der Kabine waren betroffen. 375 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter wurden später wieder eingestellt. Doch genau da liegt für einige derjenigen, die nicht zurückkommen konnten, das Problem. Hunderte von diesen langjährigen Angestellten verklagen Virgin Atlantic wegen ungerechtfertigter Entlassung, wie die Zeitung The Guardian berichtet.

Gezielt ältere Mitarbeitende losgeworden?

Sie behaupten, die Fluggesellschaft habe sich gezielt ältere Mitarbeitende entledigt. Ein Arbeitsgericht in London wird im nächsten Monat mit der Prüfung von mehr als 200 Fällen beginnen, in denen ehemalige Crewmitglieder argumentieren, dass die Fluggesellschaft sie zu Unrecht entlassen hat, während sie billigere Neueinstellungen vornahm.

Laut Dokumenten, die im Zuge der Klage ans Licht kamen, soll Virgin Atlantic 350 neue Mitarbeitende wieder eingestellt haben, von denen einige so gut wie gar keine Erfahrung hatten. Nur eine Woche lang seien sie teils geschult wurden. Bordmanager die im Durchschnitt 45 Jahre alt waren und 20 Jahre Erfahrung hatten, seien dagegen  entlassen worden.

Virgin sieht sich nicht in der Schuld

Von Virgin Atlantic heißt es laut dem Guardian, dass nach den schweren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Luftfahrtindustrie schwierige Entscheidungen zu treffen waren. «Dazu gehörte leider auch, die Zahl der Beschäftigten im gesamten Unternehmen um 45 Prozent zu reduzieren.»

«Während des gesamten Entlassungsprozesses haben wir uns dafür eingesetzt, dass alle unsere Mitarbeitenden fair und mitfühlend behandelt werden», so Virgin Atlantic weiter. «Wo Menschen uns leider verlassen mussten, geschah dies aus unvoreingenommenen, objektiven und rechtmäßigen Gründen, nach umfassender Beratung mit unseren anerkannten Gewerkschaften, gewählten Kollegenvertretern und klarer und offener kontinuierlicher Kommunikation.»

Mehr zum Thema

Airbus A330-900 von Virgin Atlantic: Kennzeichen G-VEII, Taufname Queen of the Skies.

Warum ein Airbus zur Queen of the Skies wird

... Überschalljets Overture aussehen.

Virgin lässt Boom Supersonic sitzen

Boeing 787 von Virgin Atlantic: Die Fluggesellschaft muss eine Million US-Dollar Strafe zahlen.

Millionenstrafe für Virgin Atlantic wegen verbotener Irak-Überflüge

Video

Zwei Mitarbeitende von Alaska Airlines: Teil des Sicherheitsvideos.
Die fünftgrößte Fluggesellschaft der USA führt erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Sicherheitsvideo ein. Der Schritt von Alaska Airlines erfolgt aus einem ganz bestimmten Grund.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
southwest airlines  independence one
Die Vereinigten Staaten feiern das Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung und damit ihren 250. Geburtstag. Southwest Airlines nimmt das als Anlass für eine Sonderlackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
ryanair marseille
Viele Fluggäste kamen in Marseille nicht schnell genug durch die Sicherheitskontrollen, um ihren Flug nach Marrakesch zu erreichen. Rund 30 von ihnen liefen daraufhin aufs Vorfeld zur geparkten Boeing 737 von Ryanair. Nun gibt es viele gegenseitige Beschuldigungen.
Timo Nowack
Timo Nowack