Bardufoss airport

Norwegische ArmeeNorwegian verliert Multimillionen-Auftrag an SAS

Vor acht Jahren schnappte Norwegian SAS einen lukrativen Auftrag der norwegischen Armee weg. Jetzt hat ihn sich die Konkurrentin zurückgeholt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Flughafen Bardufoss ist für Piloten herausfordernd. In einem Tal im Norden Norwegens gelegen, ragen im Süden und Nordosten Berge bis zu 1500 Meter in die Höhe. Zudem ist hier oftmals viel Verkehr. Der größte Teil des Airports wird von der norwegischen Armee mit ihren Hubschraubern, Kampfjets und Transportern genutzt. Hinzu kommen ausländische Luftstreitkräfte, die in der unwirtlichen Gegend Wintertrainings absolvieren.

Die Piloten von Norwegian Air Shuttle kennen den Anflug gut. Seit acht Jahren fliegt die Billigairline drei Mal täglich von Oslo nach Bardufoss - obwohl die Kommune nur 2500 Einwohner zählt und mit Tromsø 70 Kilometer weiter im Norden eine Stadt mit 75.000 Bewohnern liegt, welche sie ebenfalls mehrmals pro Tag ansteuert. Der Grund: Norwegian besitzt einen Auftrag der norwegischen Armee, Soldaten unter anderem zur Bardufoss Air Station zu fliegen.

SAS war früher schon Anbieter

Doch lange werden die Boeing 737 von Norwegian nicht mehr in Bardufoss landen. Denn die Fluggesellschaft hat den Armee-Auftrag an SAS verloren, der ein Volumen von einer Milliarde norwegische Kronen oder umgerechnet 95 Millionen Euro hat. Am 1. Februar 2020 übernimmt ihn die skandinavische Fluggesellschaft und bedient dann auch wieder die Route Oslo - Bardufoss. Sie hatte sie bereits bis Ende Januar 2012 im Auftrag der Armee im Flugplan.

Man habe Norwegian in allen bewerteten Kriterien geschlagen, so SAS in einer Mitteilung vom Sonntag (20. Oktober). Genau gleich hatte die Billigairline seinerzeit argumentiert, als sie der großen Konkurrentin den Auftrag weggeschnappt hatte. Norwegian nannte die norwegische Armee bezeichnete damals ihren größten Kunden.

Auch eine Chance

Der Verlust ist für Norwegian schmerzhaft. Denn angesichts der knappen Finanzen sind stabile Einnahmen - beim Armee-Auftrag geht es um rund 350.000 Tickets pro Jahr - mehr als erwünscht. Er bietet der Fluggesellschaft aber auch Chancen. Sie kann die für Oslo - Bardufoss eingeplanten Flugzeuge nun auf Strecken einsetzen, die eine höhere Rendite abwerfen.

Mehr zum Thema

Das ist sie: SAS zeigte am 19. September in Kopenhagen die neue Lackierung ihrer Flotte.

SAS verbannt Rot und setzt vermehrt auf Blau

Passagier von Norwegian: Die Passagiere sind zufrieden, die Investoren nicht.

Norwegian kann Schulden nicht zurückzahlen

Boeing 737 Max von Norwegian: Wie kommt sie wieder aus dem Iran weg?

Norwegian stoppt Nordamerikaflüge ab Irland

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies