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Norwegian neu mit Langstrecken

Der norwegische Billigflieger will die Konkurrenz noch stärker unter Druck setzen - jetzt auch auf Übersee-Routen.

Norwegian

B737 von Norwegian: Die Flotte hat sich in den letzten sechs Jahren massiv vergrößert

Norwegian Air Shuttle will es den asiatischen Anbietern nachmachen. Die Fluggesellschaft, momentan die Nummer zwei in Skandinavien, will der erste europäische Low-Cost-Anbieter werden, der auch Langstreckenziele wie New York und Bangkok anfliegt. Laut Konzernchef Bjørn Kjos sollen die Langstreckenflüge schon Anfang 2013 beginnen. Genauso wie Ryanair & Co. die traditionellen Anbieter auf den europäischen Strecken unter Druck setzen, wolle man das nun auf Überseeflügen angehen, so Kjos laut der Nachrichtenagentur AP. So sei der Hauptwettbewerber momentan die tri-nationale SAS und eben nicht die anderen Billigflieger. Ein Beispiel nehmen wolle man sich zum Beispiel an der malaysischen Air Asia, die von Kuala Lumpur aus Langstreckenflüge nach Europa anbietet.

Um diese Pläne zu verwirklichen, hat Norwegian bereits sechs Boeing 787’s bestellt. Auf den Langstreckenflügen soll einiges anders laufen als auf denen der etablierten Anbieter. Zwar plant Norwegian eine Business Class. Diese soll sich aber lediglich durch die Größe der Sitze von der Touristenklasse unterscheiden, nicht durch andere Extras. Laut Kjos, einem ehemaligen Kampfjetpiloten, wird sich in Zukunft auch der Wettbewerb ändern. Statt der europäischen Billigflieger sei es vor allem die Konkurrenz aus Asien, auf die man achten müsse. In 10 bis 15 Jahren werde die Zahl der Passagiere, die zwischen dem fernen Osten und Europa reisen, wesentlich größer sein als die auf europäischen Strecken.

Neue Konkurrenz aus Asien

Norwegian ist der Nummer eins SAS auf den Fersen. 2010 beförderte die Fluggesellschaft rund 13 Millionen Passagiere – das ist zwar immer noch die Hälfte des Konkurrenten, aber: Norwegian wächst rasant. Seit 2005 hat sich die Flotte von 14 auf 62 Flieger erhöht – Tendenz steigend. Auch die Zahl der Routen soll sich massiv erhöhen. Im kommenden Jahr sollen 34 europäische Destinationen dazu kommen.



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