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Nordkorea will mehr Touristen

Neuer Flughafen für Pjöngjang

Nordkorea sucht dringend Möglichkeiten, an ausländisches Geld zu kommen. Doch zunächst macht man die Grenzen erst einmal dicht - aus Angst vor Ebola.

Caspian Blue/Wikimedia/CC

Flughafen Pjöngjang: Der Nachfolger soll schöner werden.

6000 Touristen wagten sich im Jahr 2013 nach Nordkorea. Das sind nicht viele, aber gegenüber den 700 im Vorjahr ein gewaltiger Anstieg. Und das Land will mehr. Touristen sind unerlässlich, wenn es darum geht, an ausländische Devisen zu kommen. Wegen Embargos aus aller Welt ist das für das Land sonst eher schwer.

Helfen, mehr Reisende ins Land zu bringen, soll ein neuer schicker Hauptstadtflughafen. Tausende Soldaten-Bauarbeiter ackern dieser Tage fieberhaft, um den neuen Flughafen für Pjöngjang fertigzustellen, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Ein Eröffnungsdatum steht noch nicht fest.

«Korea Speed»

Das Motto, unter dem die Errichtung des neuen Flughafens läuft: «Korea Speed». So werden die Arbeiter auch auf verschiedenen Schildern und Transparenten angefeuert, mit genau diesem «Korea Speed» zu arbeiten. Die Arbeiten, so berichtet AP, führen die Soldaten größtenteils per Hand durch. Patriotische Marschmusik feuert sie an.

Das Ergebnis, so hofft Nordkorea, soll eindrücklicher sein als der bisherige Flughafen. Dieser besteht aus einer Art Warenhaus, welches das Terminal stellt. Nur ein Gepäckband gibt es für die ankommenden Passagiere und einen winzigen Duty Free Shop.

Auch Air Koryo soll helfen

Helfen, den Tourismus anzukurbeln, soll auch Nordkoreas staatliche Airline Air Koryo. Zum ersten Mal seit mindestens sechs Jahren soll Air Koryo eine ganze Reihe Inlandsrouten wieder anfliegen.

«Diese Strecken wurden noch nie so angeboten, zumindest nicht, seit wir vor sechs Jahren die Geschäfte begannen», so Troy Collings von Young Pioneer Tours, welche Reisen für westliche Touristen nach Nordkorea anbieten. Früher mussten sie stunden- oder tagelang mit dem Zug fahren oder Maschinen chartern, um in Nordkorea von einem Ort zum anderen zu kommen. Nun soll es Linienflüge geben.

Grenzen vorerst dicht

Doch vorerst dürften die Touristenströme noch ausbleiben, denn: Aus Angst vor dem Ebola-Virus hat das Land die Grenzen für ausländische Touristen dicht gemacht, wie der Tour-Anbieter Koryo Tours laut der Zeitung die Welt berichtet.



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