ATR von Binter Canarias: Die Büros auf Kap verde sind schon eröffnet.

Binter und Smart LynxNewcomer nehmen Kap Verde ins Visier

Auf den Kapverdischen Inseln bekommt die einheimische Fluggesellschaft TACV es mit zwei Herausforderern zu tun – dabei ist sie eh schon wirtschaftlich angeschlagen.

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Luftfahrt

570 Kilometer vor der Küste des Senegals im Atlantik liegen zehn Inseln, neun von ihnen sind bewohnt. Und sieben davon werden durch Flüge der Ex-Staatsfluggesellschaft TACV verbunden. Doch auf dem Markt, der auch immer mehr Touristen lockt, wollen nun zwei neue Herausforderer mitmischen, wie African Aerospace berichtet: Binter Canarias und die lettische Smart Lynx.

Binter Canarias verbindet die Kanarischen Inseln seit 2012 mit Kap Verde und hat 2015 in der Hauptstadt Praia auf der Insel Santiago Büros eröffnet. Die Fluglinie will zuerst die Inseln Santiago, Sal und Boavista mit eigenen Flügen verbinden und schließlich alle Inseln, die über einen Flughafen verfügen, in ihr Netz aufnehmen. Zunächst sollen laut dafür zwei ATR 72 im Inselstaat stationiert werden.

Auch Smart Lynx im Wartestand

Eigentlich wollte Binter schon Ende vergangenen Jahres starten, hatte im Mai 2016 laut einem Sprecher aber immer noch nicht alle administrativen Hürden genommen. Ziel ist es demnach, so schnell wie möglich den Flugbetrieb auszunehmen.

Mit Verspätungen hat laut African Aerospace auch die lettische Charterfluggesellschaft Smart Lynx zu kämpfen, die zwei Airbus A320 auf Kap Verde stationieren und die baltischen Staaten mit der Inselgruppe verbinden möchte. Eine Lizenz der lokalen Behörden werden die Letten laut eigenen Angaben aber wohl nicht vor November 2016 bekommen.

Der Staat muss helfen

Die im Jahr 2006 privatisierte TACV (Transportes Aéreos de Cabo Verde) bietet nicht nur Flüge zwischen den sieben Inseln an, sondern auch mehrere Verbindungen nach Westeuropa, eine in die USA, eine in den Senegal und vier nach Brasilien. Die Airline verfügt über 1 ATR 42 und 3 ATR 72 für regionale Verbindungen sowie je ein Airbus A320 und eine Boeing 757-200. Wirtschaftlich ist es um die Airline nicht gut bestellt, sie macht Verlust und ist auf Unterstützung des Staates angewiesen. Erst Ende August genehmigte die Regierung einen Kredit in Höhe von umgerechnet 890.000 Euro.

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