Der ergonomische Twister-Sessel: Er soll die Schmerzen der Holzklasse-Passagiere lindern.

ErfindungNeuer Economy-Sitz soll Komfort erhöhen

Auf einem Langstreckenflug erfand ein Produktdesigner den Flugzeugsessel neu. Der Twistet-Sessel soll sogar das Thromboserisiko minimieren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Während Business- und First-Sitze immer bequemer werden, sparen Airlines in der Regel bei der Holzlklasse. Das bemerkte auch Adam White auf seinem Flug von Großbritannien nach Japan. Aus dem Leid des Londoner Produktdesigner auf dem 14-Stunden-Flug ist nun aber eine Idee gewachsen. White erfand den Twister-Sessel. Wie der Name «twist» (auf Deutsch verdrehen/drehen) schon verrät, wird das verstaubte Produktdesign-Denken eines Sessels, der sich nach hinten zurücklehnen lässt, grundlegend überdacht.

White fand heraus, dass sich der menschliche Körper anstatt beim Zurücklehnen, eher beim seitlichen Drehen entspannt. Deshalb baute er bei seinem Flugsessel-Prototypen ein Konstrukt, welches der menschlichen Wirbelsäule ähnelt. Diese vermag sich ebenfalls seitlich zu neigen, anstatt nur nach hinten zurückzuklappen. Sobald sich also das Gewicht des Passagiers auf dem Sitz verlagert verändern sich auch die Rippen des ergonomisch angepassten Sessels.  «Der Sitz formt sich mit den Bewegungen im Sitzen – von den Schultern bis zu den Oberschenkeln», so Adam White zur Fachzeitschrift Aircraft Interiors.

Mit einem Knopfdruck seine Lieblingsposition «speichern»

So könnte sich der Passagier im Twister-Sitz drehen und wenden, bis er die komfortabelste Position eingenommen hat. Per Knopfdruck kann man dann diese Position speichern. Mit einem weiteren Knopfdruck lässt sich der Sitz wieder in die neutrale Standardposition zurückstellen. Gerade bei längeren Flügen soll sich durch die nicht mehr vorhandenen Druckstellen an den Kniekehlen sogar das Thromboserisiko minimieren. Ob  der Sitz aber tatsächlich in der Praxis umsetzbar ist, bleibt fraglich. Eine enorme Platzersparnis als Anreiz für die Airlines gab es bisher noch nicht.

Mehr zum Thema

Illustrationen im Patentantrag: Schafft Gulfstream den großen Durchbruch?

Gulfstream patentiert Pläne für Überschalljet

So stellt sich Airbus die Bänke vor. Hier zu sehen: Die Variante für füllige Passagiere.

Flugzeugsitze wie in der U-Bahn

Es sieht ein bisschen aus wie ein Business-Class-Sitz vor dem Ausfahren – doch statt einer Liegefläche ist ein Gepäckfach integriert.

Neuer Sitz macht Gepäckfächer überflüssig

Kuppel-Erfindung von Windspeed: Das ist garantiert die beste Aussicht, die man im Flieger haben kann.

Der ultimative Fensterplatz

Video

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg