Der ergonomische Twister-Sessel: Er soll die Schmerzen der Holzklasse-Passagiere lindern.

ErfindungNeuer Economy-Sitz soll Komfort erhöhen

Auf einem Langstreckenflug erfand ein Produktdesigner den Flugzeugsessel neu. Der Twistet-Sessel soll sogar das Thromboserisiko minimieren.

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Während Business- und First-Sitze immer bequemer werden, sparen Airlines in der Regel bei der Holzlklasse. Das bemerkte auch Adam White auf seinem Flug von Großbritannien nach Japan. Aus dem Leid des Londoner Produktdesigner auf dem 14-Stunden-Flug ist nun aber eine Idee gewachsen. White erfand den Twister-Sessel. Wie der Name «twist» (auf Deutsch verdrehen/drehen) schon verrät, wird das verstaubte Produktdesign-Denken eines Sessels, der sich nach hinten zurücklehnen lässt, grundlegend überdacht.

White fand heraus, dass sich der menschliche Körper anstatt beim Zurücklehnen, eher beim seitlichen Drehen entspannt. Deshalb baute er bei seinem Flugsessel-Prototypen ein Konstrukt, welches der menschlichen Wirbelsäule ähnelt. Diese vermag sich ebenfalls seitlich zu neigen, anstatt nur nach hinten zurückzuklappen. Sobald sich also das Gewicht des Passagiers auf dem Sitz verlagert verändern sich auch die Rippen des ergonomisch angepassten Sessels.  «Der Sitz formt sich mit den Bewegungen im Sitzen – von den Schultern bis zu den Oberschenkeln», so Adam White zur Fachzeitschrift Aircraft Interiors.

Mit einem Knopfdruck seine Lieblingsposition «speichern»

So könnte sich der Passagier im Twister-Sitz drehen und wenden, bis er die komfortabelste Position eingenommen hat. Per Knopfdruck kann man dann diese Position speichern. Mit einem weiteren Knopfdruck lässt sich der Sitz wieder in die neutrale Standardposition zurückstellen. Gerade bei längeren Flügen soll sich durch die nicht mehr vorhandenen Druckstellen an den Kniekehlen sogar das Thromboserisiko minimieren. Ob  der Sitz aber tatsächlich in der Praxis umsetzbar ist, bleibt fraglich. Eine enorme Platzersparnis als Anreiz für die Airlines gab es bisher noch nicht.

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