Beladung eines Easyjet-Fliegers:  Wer ein großes Handgepäck hat, muss entweder einen teureren Sitz oder Tarif buchen oder es kostenpflichtig aufgeben.

Neue Regeln für HandgepäckEasyjet macht Gepäckfach kostenpflichtig

Die Billigairline macht bei ihren billigsten Tarifen größeres Handgepäck kostenpflichtig. Wer einen Rollkoffer mit an Bord nehmen will, muss bei Easyjet künftig dafür bezahlen.

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Die Billigairline verkauft es als Maßnahme gegen Verspätungen. «Pünktlichkeit ist unseren Kunden wichtig und wir wissen, dass es zu Flugverspätungen kommen kann, wenn das Handgepäck aufgrund des begrenzten Platzes an Bord in den Laderaum verfrachtet werden muss», erklärt Easyjets Kommerzchef Robert Carey in einer Mitteilung. Für viele Reisende bedeutet die Neuerung aber vor allem eines: Sie müssen künftig für ihre Tasche bezahlen.

Ab dem 10. Februar 2021 darf man bei Easyjet nämlich nur noch ein Handgepäck mit an Bord nehmen, das unter den Vordersitz passt. Es darf maximal 45 auf 36 auf 20 Zentimeter messen. Das entspricht ungefähr einer etwas größeren Aktentasche oder einem Tagesrucksack. Bisher galt bei Easyjet die Regel, dass ein Gepäckstück erlaubt ist, das 56 auf 45 auf 25 Zentimeter messen darf. Damit waren auch kleine Koffer oder Sporttaschen zugelassen.

Nicht alleine mit der Maßnahme

Wer sein Handgepäck dennoch weiterhin ins Gepäckfach legen will, muss zahlen. Entweder bucht er gegen Aufpreis einen Sitzplatz ganz vorne oder mit mehr Beinfreiheit oder er kauft einen Flexitarif (ab circa 11 Euro pro Strecke). Oder er ist Mitglied im Easyjet-Plus-Vielfliegerprogramm, das 249 Euro pro Jahr kostet. Zudem kann er die Hands-Free-Option zur Aufgabe des Handgepäck für 8 Euro pro Strecke nutzen.

Was Easyjet tut, tun andere Billigairlines indes schon lange. Ryanair führte die gleichen Regeln bereits vor zwei Jahren ein. Bei den Iren muss jedoch das unter den Vordersitz passende Handgepäck nochmals kleiner sein als bei den Briten. Nur 40 auf 20 auf 25 Zentimeter sind erlaubt.

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