Letzte Aktualisierung: um 0:20 Uhr
Partner von  

Neue Flieger für Air Zimbabwe

Schafft Air Zimbabwe es noch aus den Schulden? Die Fluglinie hat neue Jets erhalten. Die Finanzierung bleibt im Dunkeln.

Michel Gilliand/Wikimedia/CC

Air Zimbabwe: Ist es doch noch nicht vorbei?

Noch Anfang des Monats sah es so aus, als wäre es vorbei für Air Zimbabwe. Sämtliche Flieger der Airline waren am Boden – aus finanziellen oder technischen Gründen. Doch plötzlich scheint es wieder aufwärts zu gehen. Wie The Africa Report berichtet, erhält die Fluggesellschaft neue Flieger. Der erste von insgesamt vier Airbus wurde erst in dieser Woche ausgeliefert. Es ist ein Airbus A320-200 mit Platz für 150 bis 180 Passagiere, dessen Auslieferung ein Vertreter der Airline bestätigte. Ein weitere Maschine des Typs und zwei A340 würden schon bald folgen.

Woher genau das Geld für die neuen Flieger kommt, bleibt aber schleierhaft. Die Fluggesellschaft steckt tief in den roten Zahlen. Zuletzt konnte sie selbst Routine-Rechnungen nicht mehr zahlen. Das führte dazu, dass sie gewisse Strecken ganz strich – aus Angst, dass die Flieger am Zielort gepfändet werden könnten. Was klar ist: Die Jets sind aus zweiter Hand. Wie viele Meilen sie auf dem Buckel haben und in welchen Zustand sie genau sind, weiss man nicht. Branchenquellen berichten dem Africa Report aber, dass Air Zimbabwe die Öffentlichkeit bald informieren will.

Chinesische Mittel

Was die Finanzierung angeht, spekuliert man, dass die Flieger von der chinesischen Ölfirma China Sonangol mit Sitz in Angola gekauft wurden und diese sie nun an Air Zimbabwe least. 500’000 Dollar im Jahr kostet das die Airline laut Radio VOP. Die neuen Flieger machen Air Zimbabwe zwar wieder arbeitsfähig – doch ob sie sie aus dem Schuldensumpf ziehen, bleibt fraglich. Das liegt auch an der steigenden Konkurrenz: So hat etwa Emirates angekündigt, ab Februar Flüge nach Simbabwe anzubieten.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.