Iljuschin Il-96: Der Flieger soll als Basis eines ganz neuen Flugzeuges dienen.

Gemeinsames ProjektRussland und China verraten Details zu Langstreckenjet

Bisher gibt es auf dem Markt für Langstreckenflieger keine Konkurrenz für Airbus und Boeing. Das soll sich ändern. Russland und China wollen ein neues Flugzeug auf den Markt bringen. Es soll auf der Iljuschin Il-96 aufbauen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Auf der Kurz- und Mittelstrecke kratzt Bombardier derzeit ganz schüchtern am Duopol der beiden Riesen Airbus und Boeing. Eine Großbestellung der amerikanischen Fluggesellschaft Delta kürzlich war ein wichtiges Signal. Doch auf der Langstrecke bleibt es dabei: Der europäische und der amerikanische Flugzeugbauer teilen sich den Kuchen. Allerdings nicht mehr lange, wenn die Pläne von Russland und China aufgehen.

Schon vor zwei Jahren wurde bekannt, dass die russische United Aircraft Corporation zusammen mit der chinesischen Commercial Aircraft Corporation Comac einen neuen Langstrecken-Passagierjet entwickeln will. Jetzt gibt es erste konkretere Details zum Flugzeugprojekt. Entwickelt werden soll der Flieger in Russland, den Bau übernimmt China. Das teilt ein Informant aus dem russischen Handelsministerium dem russischen Portal Life mit.

Design basiert auf Iljuschin Il-96

Das Design soll auf der Iljuschin Il-96 basieren. Der Flieger soll 250 bis 280 Passagiere fassen. Das ist kleiner als das, was 2014 in Aussicht gestellt wurde. Damals hieß es noch, das Flugzeug solle etwa 400 Passagiere transportieren. Die Reichweite des neuen Langstreckenflugzeuges soll 12'000 Kilometer betragen und es soll 200 bis 260 Millionen Dollar kosten.

Schon 2023 soll der Flieger fertig sein, 2025 soll er auf den Markt kommen. Mit den Vorbereitungen zur Produktion wollen Comac und UAC beginnen, sobald Ende Juni das endgültige Abkommen zwischen Russland und China unterzeichnet worden ist, heißt es bei Life weiter.

Bisher nur kleinere Modelle

Bei kleineren Modellen versuchen Russland und China bereits, Airbus und Boeing Konkurrenz zu machen. Russland kann den neuen Sukhoi Superjet 100 anbieten. Er ist indes lediglich auf Kurzstrecken einsetzbar und wird nur langsam zum Erfolg. Die MS-21, die sich in der Entwicklung befindet, ist ein Kurz- und Mittelstreckenjet. Auch die chinesische ARJ21 ist für kurze Flüge vorgesehen, die größere chinesische Comac C919 ist ein Mittelstreckenflieger. Beiden Nationen fehlt bislang ein Langstreckenflugzeug in ihrer Produktpalette.

Mehr zum Thema

Crew von Aurora Airlines: Bisher hatte die Airline keine russischen Flieger in der Flotte.

Aurora Airlines will mit russischen Fliegern wachsen

VFW 614: Die Bremer Firma VFW-Fokker baute in den 1970er-Jahren den Kurzstreckenjet VFW 614 mit 44 Plätzen. Neben drei Prototypen und 13 Maschinen für Fluglinien gingen auch drei Jets an die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Doch staatliche Gelder flossen zunehmend ins Airbus-Programm, so dass die Serienproduktion mit dem Jahr 1977 endete.

Auch diese Flugzeuge waren kommerziell ein Reinfall

Il-96-300: Gibt es bald einen Nachfolger?

Russland arbeitet an neuer Il-96

<div class="page" title="Page 5">
<div class="layoutArea">
<div class="column">

Unsere Il-14 wurde liebevoll auf den Namen «Pinguin» getauft.

</div>
</div>
</div>

Einmal Ilyushin Il-14 und zurück

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier