Die Umgebung, in der die Flieger landen müssen, ist alles andere als einfach.

Neue Fluglinie im ewigen Eis

Der Norden Kanadas ist mit seinen Rohstoffvorkommen eine Schatzgrube. Davon will man nun auch in der Luftfahrt profitieren.

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Die Baffininsel ist die fünftgrößte Insel der Welt. Mit rund 507'000 Quadratkilometern ist sie zweimal so groß wie Großbritannien - und wohl trotzdem nicht annähernd so bekannt. Nur 11'000 Menschen wohnen auf dem kanadischen Eiland, das im arktischen Ozean liegt und im Osten an Grönland grenzt. Baffin Island ist eine richtige Schatzgrube - wie der Rest von Kanadas Norden auch. Man schätzt, dass rund 30 Prozent der weltweiten Erdgasvorräte dort zu finden sind, mehr als 10 Prozent der Ölvorkommen und ein ebenfalls recht großer Anteil der Diamantenreserven.

Kein Wunder also, dass die Region angesichts der steigenden Rohstoffpreise einen regelrechten Boom erlebt. Immer mehr Unternehmen zieht es auch in das kanadische Territorium Nunavut, auf dem die Baffininsel liegt. Sie eröffnen dort Minen. Davon will nun auch Discovery Air profitieren. Zwei der fünf Tochtergesellschaften des Luftfahrtunternehmens haben zusammen mit lokalen Partnern ein neues Projekt ausgerufen. Die Charter-Fluggesellschaft Air Tindi und das Helikopterunternehmen Great Slave Helicopters haben die Airline Auyuittuq Aviation ins Leben gerufen.

Erfahren mit der Umgebung

Die Fluggesellschaft mit dem unaussprechbaren Namen soll von der steigenden Nachfrage nach Flügen auf die Insel profitieren. Das Unternehmen gehört mehrheitlich Inuit - so heißen die Bewohner der Region. Sie stammen aus der Küstenregion Kivalliq und von der Baffininsel. «Fast täglich sprießen neue Minen und Fördermöglichkeiten aus dem Boden», so Auyuittuq-Chef Simon Merkosak. Davon müsse man nun profitieren. Der unwirtlichen Umgebung fühlt man sich gewachsten. Sowohl Air Tindi als auch Great Slave Helicopters hätten bewiesen, dass sie in einem solchen Umfeld gut funktionieren.

Das neue Unternehmen bietet nun die Möglichkeit, sowohl Helokopter als auch Jets zu chartern, mit denen man von der Basis Iqaluit aus auf die Insel fliegen kann. Hauptzielgruppe seien Arbeiter, die auf die Insel müssten. Aber auch Fracht wolle man transportieren, ebenso wie Charterflüge und Flüge für die Regierung, die in der Gegend die Natur untersuche.

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