Letzte Aktualisierung: 15:51 Uhr

Nepal bannt Langstreckenjets

Die Pisten in Kathmandu halten schwere Großflugzeuge nicht mehr aus. Daher dürfen diese vorerst nicht mehr nach Nepal fliegen. Das trifft Air Asia X hart.

MMuzammils/Wikimedia/CC

Blick vom Flughafen Kathmandu aus: Keine großen Flieger mehr.

Nur einen Großflughafen hat Nepal bisher. Doch auch an den Tribhuvan International Airport in der Hauptstadt Kathmandu fliegen vorerst keine Flugzeuge mehr, die aus weiter entfernten Zielen kommen. Denn die 46-jährige Start- und Landebahn hält die schweren Jets nicht mehr aus.

Die Piste weist inzwischen an verschiedenen Stellen Risse und Schlaglöcher auf. Nun handelt die Aufsichtsbehörde Civil Aviation Authority of Nepal. Damit der Betrieb nicht komplett eingestellt werden muss, dürfen ab sofort nur noch Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge in Kathmandu landen.

Belag schält sich ab

Die jetzige Piste wurde 1967 gebaut. Damals war sie nur 2000 Meter lang. 1975 kamen weitere 1050 Meter hinzu. Zuletzt verpasste der Flughafen dem Runway im Jahr 2009 einen neuen Überzug. Doch dieser begann sich schon kurz danach wieder abzuschälen. Bis im September will der Flughafenbetreiber mit Hilfe eines spanischen Unternehmens untersuchen, wie man den Betrieb verbessern kann. Dann sollen auch die Reparaturen starten.

Wann die Pisten wieder für Langstreckenjets offen sind, steht noch nicht fest. Eine neue Start- und Landebahn steht aber definitiv nicht zur Debatte. «Dafür haben wir keinen Platz», so Flughafendirektor Dinesh Shrestha laut der Zeitung Globalpost. Das sei auch das Hauptproblem des Flughafens.

Anschwellender Touristenstrom

Der Flughafen leide unter dem Touristenstrom, der in den letzten Jahren ins Lang zog, schreibt die Himalayan Times. Um ihn aufzuteilen, plante die Regierung auch schon, den Gautam Buddha Airport in Bhairahawa zu einem internationalen Flughafen auszubauen. Doch diese Pläne liegen auf Eis.

Fluglinien, die in das Land fliegen, müssen nun auf kleinere Mittelstreckenjets umsteigen und leiden damit auch finanziell unter dem Problem. Direkt betroffen sind Thai Airways, Air Asia X, Dragon Air, Qatar Airways und Korean Air. Sie fliegen mit Airbus A330 oder Boeing B777 nach Kathmandu. Am stärksten dürfte es aber Air Asia X treffen. Denn die Fluggesellschaft hat ausschließlich Airbus A340 und A330 in der Flotte.



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