Die neue Boeing 777 der TAAG: Bedient künftig Portugal und Brasilien.

Kampf gegen die schwarze Liste

Ein kleines Geschäft für Boeing, ein grosses für TAAG: Mit zwei neuen B777 will die Airline Angola besser an die Welt anbinden.

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Der Verwaltungratspräsident reiste extra nach Seattle und auch ein Vertreter des Transportministeriums. Bei Boeing holten sie am Donnerstag (16. juni 2011) die erste von zwei Boeing 777-300 ab, welche die TAAG vor Jahresfrist geordert hatte. Die neue Maschine kann 293 Passagiere transportieren, 12 in der ersten Klasse, 56 in der Business und 225 in der Economy. Man sei stolz als erste afrikanische Airline eine Maschine dieses Typs zu erhalten, erklärte TAAG-Präsident Pimentel Araújo bei der Übergabezeremonie. «Das unterstreicht unser Bestreben im Luftfahrtsektor des Kontinents eine führende Stellung einzunehmen», meinte er weiter.

Die neuen Jets werden künftig Luanda mit Porto verbinden. Es ist die zweite Stadt in Portugal, welches die Transportes Aéreos de Angola anfliegen. Mit der zweiten neuen 777 plant man einen Ausbau der Strecken nach São Paulo und Rio de Janeiro. Es ist kein Zufall, dass gerade in diese beiden Länder investiert wird. Sowohl in Brasilien als auch in Portugal leben aufgrund der gemeinsamen Sprache sehr viele Angolaner - als Studenten oder Gastarbeiter.

Starke Einschränkungen

Es ist indes nicht nur ein Schritt nach vorn für die TAAG. Seit 2009 steht die Airline auf der schwarzen Liste der EU. Nur noch ihre Boeing 777-200ER und 737-700 dürfen seither den Kontinent anfliegen. Die Erneuerung der Flotte soll der Staatsfluggesellschaft nun helfen, schneller von der Liste wegzukommen und mehr lukrative Langstrecken anzufliegen.

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