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Schwierigkeiten

Mitarbeiter müssen Arkia retten

Die israelische Fluglinie leidet unter der Schließung des Flughafens Sde Dov. Nun müssen die Angestellten Arkia helfen - mit Lohnkürzungen und einem Kredit.

Embraer von Arkia in Eilat: Gesunkene Nachfrage.

Das Management von Arkia Israeli Airlines hat sich ziemlich verkalkuliert. Nachdem es über die Jahre immer wieder Betriebsverlängerungen gab, glaubte es nicht mehr, dass die Regierung den Stadtflughafen von Tel Aviv wirklich schließen würde. Doch sie tat es. Am 1. Juli wurde der Sde Dov Airport definitiv dichtgemacht.

Arkia traf das unvorbereitet und im Herz. Fast der gesamte Inlandsverkehr ab Tel Aviv startete in Sde Dov, mehr als zwei Drittel dieser Flüge führte die Fluggesellschaft durch. Die allermeisten davon führten nach Eilat. Die Nachfrage ab dem großen Ben Gurion Airport ist deutlich geringer, weil die Anreise zum Flughafen länger dauert. Viele Israeli fahren nun mit ihrem Auto zum Badeort am Roten Meer. Allein im Oktober flogen 33 Prozent weniger inländische Passagiere nach Eilat als vor einem Jahr.

Lohnkürzungen und Überbrückungskredit

Hinzu kamen schlecht laufende Langstrecken. Den Flug nach Bangkok musste Arkia wieder einstellen. Nachdem das Management zuerst von der Entlassung von 250 der 650 Mitarbeiter sprach, gibt es nun neue Pläne. Ein Arbeitsplatzabbau ist weiterhin ein Thema, wie selbst Gewerkschaftsvertreter betonen. Zugleich sind Lohnkürzungen im Gespräch. Und die Mitarbeiter – die 30 Prozent der Aktien des Unternehmens halten – sollen auch einen Überbrückungskredit vergeben.



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