Letzte Aktualisierung: um 7:15 Uhr

Business-Fliegerei

Ryanair bietet Flüge im Businessjet an

Die irische Billigairline steigt in die Businessfliegerei ein. Ryanair vermietet neu eine Boeing 737 mit Luxusbestuhlung an zahlungskräftige Kunden. Business-Transatlantikflüge werden so möglich.

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Ryanair

Business-Jet: So sieht die Kabine der Ryanair-Luxusflieger aus.

Ein Sitzabstand von 121 Zentimetern (48 Zoll), eine 2-2-Konfiguration, rückklappbare Luxus-Ledersitze und feinstes Gourmetessen. Das klingt so gar nicht nach Ryanair. Doch die irische Billigairline bietet nun genau das. Zahlungskräftige Kunden können eine Boeing 737-700 für private oder geschäftliche Reisen mieten.

60 Passagiere haben in der eigens für den neuen Business-Service hergerichteten Boeing 737 Platz. Von außen sieht das Flugzeug aus wie alle anderen Flugzeuge der Airline. Anders als man es von der Lowcost-Anbieterin kennt, sollen in dem speziellen Jet aber die Sitze Business-Class-Qualität haben, teilt die Fluggesellschaft mit. Bedient werden die Fluggäste von speziell für das neue Angebot ausgebildeten Ryanair-Kabinencrews. Im Cockpit sitzen Ryanair-Piloten.

Auch Transatlantikflüge möglich

Als Zielkunden definiert Ryanair Privatunternehmer, Sportteams oder Gruppenreisen. Das dafür eingesetzte 17-jährige Flugzeug mit dem Kennzeichen EI-SEV wurde bislang für die Ausbildung und als Reserveflieger gebraucht.

Dank dieses Angebots könnte es nun tatsächlich auch passieren, dass Ryanair über den Nordatlantik fliegt. Denn: Das Angebot gilt laut der Airline für die Mittel- bis Langstrecke mit einer maximalen Flugzeit von sechs Stunden. Voll beladen hat eine Boeing 737-700 eine Reichweite von 6370 Kilometer. Von Irland oder Großbritannien an die US-Ostküste würde es also reichen.

Tiefe Preise

Die Preise seien die wettbewerbsfähigsten in Europa, so eine Ryanair-Sprecherin zu aeroTELEGRAPH. Dementsprechend hoch sei auch das Interesse der Kunden. «Wir haben sowohl von Geschäftsreisenden als auch von Privatleuten schon viel gehört.» Vor allem die Sommermonate seien begehrt.