Boeing 737 von Merpati: Steht nun am Boden.

Merpati groundet gesamte Flotte

Nach Jahren der Misswirtschaft stellt die staatliche indonesische Fluggesellschaft alle ihre Flüge ein. Doch das Management will im Februar wieder starten.

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Die Probleme waren schon länger spürbar. Für die betroffenen Passagiere aber kam die Betriebseinstellung dennoch überraschend. Am vergangenen Wochenende gab Merpati Nusantara Airlines bekannt, per sofort alle Flüge zu stoppen. Das ist für die Reisenden umso unangenehmer, da es die erklärte Strategie der indonesischen Fluggesellschaft war, schlecht erschlossene Gebiete zu bedienen. Das Grounding dauere vorerst bis zum 5. Februar, so das 52-jährige Staatsunternehmen.

Merpati hatte den Betrieb seit Januar langsam heruntergefahren. Acht Flieger wurden stillgelegt. Die Liquidität des Unternehmens war nach fünf Jahren mit Verlusten und jahrelanger Misswirtschaft für den normalen Betrieb zu knapp geworden. Die staatliche Ölgesellschaft Pertamina weigerte sich bereits, Merpati noch auf Kredit zu beliefern, wie die Zeitung Jakarta Globe schreibt.

Merpati hat das Vertrauen verloren

Ein Sprecher erklärte dem Blatt, das schwindende Vertrauen von Reisebüros und Passagieren habe zu einem Rückgang der Einnahmen geführt. Dadurch sei es zu einem Liquiditätsengpass gekommen. Nun will das Management bis zum 5. Februar Lösungen für das Problem finden. Merpati betreibt eine Flotte von 22 Flugzeugen des Typs Boeing 737 und MA60. Damit bedient sie 38 Destinationen.

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