Mahnmal in Wien: <span style="font-weight: 400;">Eines der Schande für die Täter, und eines des ehrenden Gedenkens an die Opfer.</span>

Gegen das VergessenMahnmal am Flughafen Wien gedenkt der Opfer des Nazi-Regimes

Auch der Flughafen Wien hat ein Teil dunkle Geschichte zu verarbeiten. Eine Skulptur des Künstlers Arik Brauer soll jetzt Abfliegende und Ankommende an die Gräuel der NS-Zeit erinnern. Und künftige Generationen warnen.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Niemals vergessen – das soll das Mahnmal von Arik Brauer ausdrücken und es ist das Ergebnis der Aufarbeitung des dunkelsten Teils der Geschichte des Standorts des heutigen Flughafen Wien. 1938 ist hier der Fliegerhorst Schwechat-Heidfeld angesiedelt worden, zwei Jahre später eine SS-Kaserne errichtet worden. Ab 1943 sind die Heinkel-Flugzeugwerke von Rostok nach Schwechat verlegt und zwei Konzentrationslager als Außenstellen des KZ Mauthausen errichtet worden.

Bis zum Kriegsende schufteten 2656 KZ-Häftlinge, 3170 ausländische Zwangsarbeiter, 900 Kriegsgefangene und 5500 inländische Arbeiter. «Diese Menschen mussten täglich 12,5 Stunden arbeiten und bekamen als Lohn eine Mahlzeit und 25 Peitschenhiebe», sagt Flughafen-Vorstand Günther Ofner.

Mahnende Botschaft für künftige Generationen

1600 Häftlinge hätten überlebt, die Hälfte davon sei aber am Todesmarsch nach Mauthausen auf der Flucht vor den vorrückenden sowjetischen Truppen gestorben. Das Mahnmal sei eines der Schande für die Täter, und eines des ehrenden Gedenkens an die Opfer, so Ofner. Flughafen-Vorstand Julian Jäger bezeichnete das Mahnmal als «mahnende Botschaft für künftige Generationen».

Zur Enthüllung des Mahnmals gekommen waren der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde in Österreich Oskar Deutsch, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Niederösterreich und Wien halten je 20 Prozent am Flughafen Wien.

Künstler überlebte im Versteck

Oskar Deutsch kritisierte die steigende Zahl antisemitischer Übergriffe weltweit und forderte jeden Einzelnen auf, seinen Beitrag zu leisten, dem Einhalt zu gebieten. «In dem Sinn ist es wunderbar, dass es dieses Mahnmal gibt». so Deutsch.

Der Universalkünstler Arik Brauer wurde als Kind jüdischer Emigranten 1929 in Wien geboren, er überlebt die Zeit des Nationalsozialismus in einem Versteck, sein Vater wurde im KZ Dachau ermordet. Das Mahnmal am Flughafen war sein letztes Werk, er verstarb heuer im Alter von 92 Jahren.

Mehr zum Thema

An der Luftfahrtmesse in Farnborough im Juli bestellte die israelische Airline Arkia vier A321neo. Traditionell orderten Fluglinien aus Israel meist bei Boeing.

Airbus und der Schatten der Nazis

Der frühere Sitz der Zentralverwaltung der Henschel Flugzeug-Werke mit dem damaligen Direktor Walter Hormel: Ein wenig bekanntes Kapitel.

«Hunger, Krankheit und Tod» - das dunkle Kapitel von Schönefeld

Raffinerie von OMV in Schwechat: Der Betrieb ruht nach einem Zwischenfall.

Kerosin knapp: Airlines sollen in Wien nicht mehr auftanken

Dreamliner von Qatar Airways: Kann man am Flughafen Wien auch ohne Flugticket besuchen.

Die etwas anderen Flughafentouren von Wien

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil