Flieger von ITA Airways: Bald in der Lufthansa-Gruppe?

Konditionen für die ÜbernahmeLufthansa will ITA - aber mit Exit-Option

Die Übernahme der italienischen Nationalairline steht unmittelbar bevor. Und immer mehr Informationen über die Konditionen des Einstiegs von Lufthansa bei ITA Airways sickern durch.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Bald dürfte klar sein, wer ITA Airways wie übernimmt. Und in den italienischen Medien ist man sich ziemlich einig, dass jetzt doch Lufthansa zum Zug kommen dürfte. Der deutsche Airline-Konzern und die italienische Regierung verhandeln nun offenbar über die Konditionen der Übernahme, die vom Modell her ähnlich wie die von Brussels Airlines verlaufen könnte – ein Einstieg und dann irgendwann die komplette Übernahme.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist Lufthansa bereit, 350 Millionen Euro für 40 Prozent der italienischen Nationalairline zu zahlen. Die Zeitung Corriere della Sera schreibt von 300 Millionen. Vor allem aber möchte Lufthansa sich offenbar absichern.

Gegen Klagen ehemaliger Manager geschützt

Für den Fall, dass die Integration von ITA bei der Lufthansa-Gruppe nicht funktionieren sollte, will der Konzern eine Exit-Option – die Möglichkeit also, vom Kauf zurückzutreten. Außerdem möchte die Airline-Gruppe sich auch rechtlich absichern, denn es gibt einige offene Klagen ehemaliger ITA-Manager.

Diese stehen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des ehemaligen Präsidenten Alfredo Altavilla. Der klagte. Im Fall einer Niederlage drohen ITA Kosten von sechs bis sieben Millionen Euro an Schadensersatz, schreibt der Corriere.

Auch für zweiten Investor ist die Tür offen

Auch wenn das Ziel von Lufthansa langfristig der Besitz von 100 Prozent der Airline ist - offenbar ist auch weiterhin die Tür offen für einen weiteren Investor, mit an Bord zu kommen. Die einstige Lufthansa-Partnerin MSC hat sich inzwischen selbst aus dem Rennen genommen. Doch auch über die italienische Staatsbahn Ferrovie dello State war bereits spekuliert worden.

Das Dekret der italienischen Regierung zur Übernahme von ITA Airways war am 2. Januar veröffentlicht worden. Es las sich wie auf Lufthansa zugeschnitten. So sollte etwa ein Luftfahrtunternehmen zwingend an der Übernahme beteiligt sein - und zwar eines aus Europa.

Finanzministerium ist bereit, Kontrolle abzugeben

Für Lufthansa relevant dürfte auch eine Passage zur Kontrolle der Airline sein: Auch wenn das Finanzministerium zuerst die Mehrheitsbeteiligung an der Airline behalten sollte, ist der Branchenpartner derjenige, der die Kontrolle über die Fluggesellschaft hat.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von ITA Airways: Lufthansa übernimmt die operative Leitung.

Weg für Lufthansa bei ITA Airways ist frei

Airbus A350 von ITA Airways: Lufthansa übernimmt die operative Leitung.

Entmachtung und Ermittlungen bei ITA Airways

Boeing 777 in MSC-Farben: So sollen die Flieger aussehen.

MSC geht mit neuer Frachtairline eigene Wege

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies