Enteisung eines Airbus A330 von Lufthansa: Zu wenig Personal.

PersonalmangelLufthansa muss wohl Flugplan ausdünnen

Über die Festtage ist die Nachfrage besonders hoch. Ausgerechnet jetzt sind mehr Langstreckenpilotinnen und -piloten krank als üblich. Deshalb prüft Lufthansa, gewisse Verbindungen vorübergehend auszusetzen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

In den USA kämpfen Fluggesellschaften mit einem Problem, das derzeit viele Branchen kennen: akuter Personalmangel. Weil in der Corona-Krise die Nachfrage einbrach und die vollständige Erholung Jahre dauern wird, haben viele Airlines Pilotinnen und Piloten entlassen, vorübergehend freigestellt oder frühpensioniert. So konnten sie im Überlebenskampf ihre Kosten senken. Viele hätten sich «anderen Berufen zugewandt und wollen ihre Karriere möglicherweise nicht wieder aufnehmen», schreibt Nick Leontidis, Chef des Simulatorbauers CAE, in einer Studie.

Laut CAE dürfte die Zahl des aktiven Cockpitpersonals erst 2022 wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen. Das führe zu einem kurzfristigen Bedarf an etwa 27.000 neuen Pilotinnen und Piloten ab Ende 2021. Das spürt die Branche in den USA bereits dramatisch. United Airlines erklärte kürzlich, sie müsse 100 Flugzeuge am Boden lassen, weil ihr das Personal dafür fehle. Am Mittwoch (23. Dezember) gab die Fluglinie bekannt, 14 Strecken ab Washington-Dulles aus diesem Grund einzustellen.

Besonders akut über Weihnachstfeiertage

Auch Lufthansa kämpft mit einem Personalmangel. Doch der Grund ist nicht primär der, der in den USA die Probleme bereitet. Offenbar ist die Krankheitsquote bei dem in Frankfurt stationierten Cockpitpersonal für Airbus A330/A340 unüblich hoch, wie das Portal Aero mit Bezug auf ein internes Schreiben berichtet.

Besonders akut ist das Problem in der Zeit vom 23. bis zum 26. Dezember. Die Airline ruft deshalb ihre Pilotinnen und Piloten dazu auf, in jener Zeit zusätzliche Schichten zu übernehmen.

«Szenarien zur Ausdünnung des Flugplans»

Die Engpässe aufgrund von erhöhten Krankheitsmeldungen treffen die Planer der Langstrecken zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Einsätze mit Quarantänepflicht und die erhöhte Nachfrage von Mitte Dezember bis Anfang Januar hätten es bereits vorher extrem schwierig gemacht, Dienstpläne zu erstellen, heißt es im Bericht. Die zusätzlichen Ausfälle haben diese Schwierigkeiten verschärft.

Hinzu kommt, dasss die Airline auch bei Kurzzstreckenflügen gewisse Engpässe spürt. Lufthansa sieht sich deshalb «nicht mehr in der Lage, alle Umläufe zu bereedern». Die Fluggesellschaft arbeitet deshalb an «Szenarien zur Ausdünnung des Flugplans», so das Schreiben.

Ärger zwischen Management und Pilotinnen und Piloten

Das Verhältnis zwischen der Fluglinie und ihrem Cockpitpersonal hat sich zuletzt verschlechtert, nachdem das Management die sogenannte Perspektivvereinbarung gekündigt hat, die eine konkrete Flottengröße nannte. Daraufhin brach auch die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit die Verhandlungen ab.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Lufthansa: Zu geringe Nachfrage.

Lufthansa kündigt Vereinbarung mit Pilotinnen und Piloten

Flugzeug von Lufthansa: Evakuierungsflüge sind in Vorbereitung.

Nun kündigt Vereinigung Cockpit Vertrag mit Lufthansa

Lufthansas Airbus A350 mit dem Kennzeichen D-AIXN: Gehört zu den betroffenen Jets.

Auch Lufthansa von Airbus-A350-Problem betroffen

Airbus A340 von Lufthansa: Es dauert noch etwas länger, bis es wieder in den Iran geht.

Unruhen im Iran: Lufthansa-Konzern stoppt Flüge nach Teheran vorerst

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack